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Gerresheim
Investor will in Gerresheim endlich starten

Gerresheim: Investor will in Gerresheim endlich starten
So sieht es auf dem ehemaligen Glashüttengelände (Baufelder zwei und sechs) aktuell aus. Was aus den Denkmälern - wie dem im Vordergrund erkennbaren Wasserturm - in Zukunft passieren soll, sei noch vollkommen unklar, so Projektleiterin Gudrun Piesczek. FOTO: Patrizia
Gerresheim. Glasmacherviertel: Patrizia hat wegen der nicht geklärten Erschließung bereits ein Jahr verloren und will nicht länger warten. Von Marc Ingel

Rund ein Jahr hat der Projektentwickler Patrizia dadurch verloren, dass die Planung für die äußere Erschließung des Glasmacherviertels auf Wunsch der Politik noch einmal komplett überarbeitet wurde. "Das hat uns furchtbar wehgetan, keine Frage", teilte Projektleiterin Gudrun Piesczek in der Sitzung der Bezirksvertretung 7 mit. "Wenn sämtliche Erlöse, die man erzielen möchte, ins zeitliche Nirwana abdriften, wird die Geduld schon arg strapaziert. Es ist für uns jetzt von großer Bedeutung, dass eine verlässliche Entscheidung getroffen wird", sagte Piesczek. Sie spielte damit an auf die endgültige Verabschiedung des Erschließungspakets, das vor allem weniger Autoverkehr, dafür einen Anschluss an die Wehrhahnlinie für das Neubaugebiet mit 1400 geplanten Wohneinheiten vorsieht. Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss soll sich Mitte Februar mit dem Thema befassen.

Eine weitere Verzögerung würde voraussichtlich auch ein weiteres Jahr Verlust für den Investor bedeuten. Das, so ließ Piesczek durchblicken, werde die Patrizia kaum akzeptieren und sich nach einer siebenjährigen Planung womöglich frühzeitig aus dem Mammutprojekt zurückziehen. Dem Einwand der Grünen Maria Icking, es mache keinen Sinn, die Lage zu dramatisieren, entgegnete Piesczek mit dem Verweis auf den noch immer nicht abgeschlossenen städtebaulichen Vertrag, der Grundvoraussetzung für einen Start der Bautätigkeit sei. "Und den wird es ohne eine konkrete Planung für die Erschließung auch nicht geben. Erst dann können wir Verkehrszählungen durchführen oder Lärmgutachten in Auftrag geben, um wirklich weiterzukommen", so die Projektleiterin.

Eine frühestmögliche Baugenehmigung datiert sie auf das zweite Quartal 2018, beginnen könne man auch nur im geplanten Quartier entlang der Heyestraße, da für dieses Teilstück das erst 2020 zur Verfügung stehende neue Regenrückhaltebecken nicht gebraucht werde. Verhandlungen mit Interessenten für Bereiche, die erst nach 2020 bebaut würden, habe Patrizia abgebrochen. Piesczek: "Das ist zeitlich einfach zu weit weg." Sie berichtete auch vom immensen Aufwand, den man für die Sanierung des alten Glashüttengeländes - inzwischen im zweiten Jahr - betreiben müsse: "Wenn wir eine Bodenplatte der alten Bauten abgetragen und auch den darunter liegenden Bauschutt beseitigt haben, kommt die nächste Bodenplatte zum Vorschein, die dann ebenfalls zertrümmert und entsorgt werden muss", erklärte sie die in der Nachbarschaft vernommen Vibrationen. Ende 2016 soll die Sanierung komplett abgeschlossen sein. Im Februar sei es auch notwendig, 71 Bäume zu fällen, 79 weitere müssten im November dran glauben. Dafür würden für den neuen Düssel-Park und den Heye-Platz insgesamt fast 200 neue Bäume in die Erde gesetzt, weitere 337 Bäume als Begleitgrün an den Straßen kämen noch hinzu.

Quelle: RP
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