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Gerresheim
Jugendfreizeitstätte kommt vorerst nicht

Gerresheim. Die geplante Einrichtung für das Neubaugebiet Quellenbusch in Gerresheim ist nicht Bestandteil des Jugendförderplans. Von Marc Ingel

Dass die ursprünglich fest eingeplante Jugendfreizeiteinrichtung für das Neubaugebiet am Quellenbusch in Gerresheim vorerst nicht kommen wird, war für die Politiker der jüngsten Sitzung in der Bezirksvertretung 7 keine Überraschung mehr. Die genauen Gründe dafür, dass der Bau an der Radeberger Straße wenn nicht komplett gestrichen, so doch zumindest auf die lange Bank geschoben wird, wollten die Mitglieder des Stadtteilgremiums dann aber doch von Jugendamtsleiter Johannes Horn etwas genauer wissen.

Das sei zunächst einmal eine Frage der Reihenfolge auf der städtischen Prioritätenliste, und für sechs andere neue Jugendfreizeitstätten bestehe nun mal ein höherer Bedarf, so Horn - zumal Gerresheim mit den Einrichtungen an der Torfbruch-, der Gräulinger, der Josef-Neuberger- und der Metzkauser Straße so schlecht nicht abgedeckt sei, auch wenn zwei von ihnen kleineren Kindern vorbehalten seien.

Dennoch: Die Jugendfreizeiteinrichtung für das neue Wohngebiet sei fest zugesagt worden, zuletzt sei noch im Oktober 2012 von der Verwaltung mitgeteilt worden, die Planungen würden voranschreiten, argumentierten die Politiker einmütig. Bis zu 3000 Neubürger - vor allem junge Familien werden erwartet - könnten sich unmittelbar an der Dreherstraße ansiedeln. Und denen sei die Umsetzung dieser Pläne in der Vergangenheit auch versprochen worden.

Das Projekt sei keineswegs für immer vom Tisch, das Grundstück stehe auch nach wie vor zur Verfügung, entgegnete Horn. "Die grundsätzliche Notwendigkeit einer solche Einrichtung sehen wird auch, sie wird nur nicht sofort realisiert. Lassen Sie uns noch einmal in Ruhe darüber nachdenken", appellierte Horn - was die Stadtteilpolitiker schließlich notgedrungen zu akzeptieren hatten.

Vor 2020 wird es aber mit Sicherheit nichts mit einer Realisierung im Quellenbusch, denn auf eine entsprechende Anfrage der CDU lautete die Antwort der Verwaltung unmissverständlich: "Der Kinder- und Jugendförderplan für den Zeitraum 2015 bis 2020 sieht für den Stadtbezirk 7 keine weitere Jugendfreizeiteinrichtung vor, so dass die Planung einer zusätzlichen Jugendfreizeitstätte derzeit nicht weiterverfolgt wird."

Ob das Grundstück zu einem späteren Zeitpunkt dann überhaupt noch zur Verfügung steht, ist mehr als zweifelhaft. Denn die Verwaltung teilte ebenfalls mit, dass derzeit geprüft werde, inwieweit eine Teilfläche des Grundstücks für die Aufstellung einer provisorischen Kindertageseinrichtung genutzt werden könnte. Eine solche Einrichtung könnte im Vorgriff auf die geplanten Kindertageseinrichtungen im Stadtbezirk 7, insbesondere im Stadtteil Gerresheim, entstehen.

Immerhin: Derzeit würden Gespräche mit einem freien Träger über eine Verlagerung seiner heutiger Jugendangebote erfolgen. In diesem Zusammenhang würden Überlegungen angestellt, dafür auch eine Teilfläche des Grundstücks an der Radeberger Straße in Gerresheim zu nutzen. Bereits im ersten Halbjahr 2016 könnte diese Idee konkretisiert werden.

Besser sieht es aus für die Renovierungspläne der Jugendfreizeiteinrichtung Heyebad an der Torfbruchstraße 350. Die SPD hatte beantragt, in dem Haus, das dringend einen neuen Innenanstrich benötige, eine entsprechende Renovierung durchzuführen. Auch sonst lasse das Ambiente in dem Gebäude arg zu wünschen übrig. Bei der Umsetzung sollten die Wünsche der Jugendlichen vor Ort auf jeden Fall berücksichtigt werden. Ein entsprechender Beschluss wurde in der Bezirksvertretung 7 schließlich auf den Weg gebracht, ob Rat und Verwaltung die Notwendigkeit ebenso erkennen, wird sich jetzt zeigen.

Quelle: RP
 
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