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Gerresheim
Kinder dürfen sich an trister Mauer künstlerisch austoben

Gerresheim: Kinder dürfen sich an trister Mauer künstlerisch austoben
"Sonne, Ferien, Strand": Unter diesem Motto wurde die Mauer von Kindern der Jugendfreizeiteinrichtung Torfbruchstraße gestaltet. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Gerresheim. Die erste Woche der Sommerferien ist vorbei. Sieben Jugendliche der städtischen Jugendfreizeiteinrichtung "Heyebad" können schon jetzt auf ein außergewöhnliches Ferienprojekt zurückblicken. Zusammen mit Künstlerin Latimo entwarfen sie ein farbenfrohes Graffiti-Design für die Mauer an der Torfbruch-/Sichelstraße. Alle beteiligten Kinder und Jugendliche sind sich einig: "Es war richtig cool und hat viel Spaß gemacht." Von Sophia Leuchten

Die Arbeit mit den Spraydosen war zum Teil anstrengend. Die Dosen waren nicht einfach zu handhaben, sie sind eigentlich für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet. Die jüngeren Sprayer schlugen sich aber wacker: "Am Anfang war es schwierig, aber dann ging es", erklärt Loren (10). Während sie das erste Mal eine Spraydose in der Hand hielt, hat ihre 13-jährige Schwester Alina schon in der Schule mit Graffiti gearbeitet. Auch Sozialpädagogin Melanie Ibisevic freut sich über die Arbeit der Kinder. "Dank der guten Vorbereitung waren alle sehr entspannt, und jeder hatte sein Erfolgserlebnis", so Ibisevic. Die Idee für die farbliche Gestaltung der Mauer kam von Elke Fobbe, Fraktionssprecherin der SPD in der Bezirksvertreterin 7. Maria Icking, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin der Grünen, sorgte für die finanzielle Unterstützung des Projekts.

Warum die Wahl für die Neugestaltung der Mauer ausgerechnet auf Jugendliche des Heyebads fiel, erklärt die geografische Nähe. "Unsere Einrichtung liegt nur 800 Meter entfernt, da war es naheliegend, dass wir das Projekt umsetzen", erklärt Peter Altschul, Leiter der Jugendfreizeiteinrichtung. Die Themenfindung für die farbliche Umsetzung des Projekts gestaltete sich alles andere als schwierig. "Gerade sind Sommerferien, deswegen standen die Themen Sommer, Sonne und Strand bei den Teilnehmern schnell fest", sagt Altschul. Neben Strandmotiven wie Muscheln oder einer Meerjungfrau, ziert die Mauer auch viele Sommerbegriffe in verschiedenen Sprachen wie deutsch, russisch, italienisch und französisch. Die verschiedenen Sprachen sollen die Vielfalt der Nationen der Kinder und Jugendlichen der Freizeiteinrichtung widerspiegeln. Vor allem ein Schriftzug, ganz am Anfang der Mauer, springt einem ins Auge: "Macht mehr Urlaub".

Quelle: RP
 
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