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Gerresheim
Leichtbauhalle auf Kasernengelände

Gerresheim. Etwa 100 Besucher kamen zur Info-Veranstaltung in die Aula des Gymnasiums. Von Sonja Schmitz

Im November ziehen 384 Flüchtlinge in Leichtbauhallen auf das Gelände der Bergischen Kaserne. Ein Grund für Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch, in der Aula des Gerresheimer Gymnasiums interessierten Bürgern den Stand der Planung vorzustellen und ihre Fragen zu beantworten. Auf einem Sportplatz werden acht Unterkunftshallen für jeweils 48 Menschen errichtet, die sich dort selbst mit Essen versorgen können. Jeweils vier Menschen teilen sich eine abschließbare Einheit. Hinzu kommen 40 Sanitärcontainer und Hallen zum Aufenthalt, außerdem ein Kinderspielbereich. Die Leichtbaustelle sei wärmegedämmt, so dass sie ganzjährig genutzt werden kann, erklärte Koch. Auf die Frage eines Zuhörers, ob die Flüchtlinge nicht besser und kostengünstiger in leerstehenden Wohnungen in Duisburg untergebracht wären, sagte Koch, dass dies aus ausländerrechtlichen Gründen nicht möglich sei. Diese Option hatte die Stadt geprüft, nachdem die Stadt Grevenbroich ihr ein entsprechendes Angebot gemacht hatte. Die Kosten der Unterbringung von rund 900 Euro pro Person pro Monat wurden vor allem von der Bürgerinitiative "Bergisches Viertel" als zu teuer kritisiert.

Koch hielt dem entgegen, dass andere Städte andere Lösungen gefunden hätten. In Berlin seien 40 Turnhallen mit Flüchtlingen belegt, in Köln 25 Turnhallen. Düsseldorf habe sich anders entschieden, so dass die Turnhallen für die Vereine und den Schulsport verfügbar seien. Außerdem sei die Unterbringung für die Menschen in Leichtbauhallen adäquater. Da die Kasernen noch von der Bundeswehr genutzt werden und sich dort ein Datenknotenpunkt befindet, wird der zivil genutzte Teil vom militärischen mit einem Zaun abgetrennt.

Nach Gesprächen mit dem Land habe man erreichen können, dass ab Herbst der Verteilungsschlüssel geändert werde. Koch verspricht sich davon weniger Zuweisungen.

Quelle: RP
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