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Gerresheim
Mit der Drehleiter in die Höhe

Gerresheim. Mehrere tausend Besucher kamen zum Tag der offenen Tür der Feuerwache 8 in Gerresheim. Gezeigt wurden 20 Einsatzfahrzeuge. Wer sich traute, konnte den Leiterwagen austesten. Von Tino Hermanns

Schön, dass sich einige Sachen nicht ändern. Genauso wie vor 50 Jahren, als die Feuerwache 8 in Gerresheim ihren Dienst aufnahm, standen Kinder mit großen und gleichzeitig neugierigen Augen vor den Feuerwehrautos. Anlässlich des Jubiläums hatten der Wachvorsteher, Brandamtsrat Jörg von der Heidt, und sein Team für den vergangenen Samstag einen Tag der offenen Tür organisiert und dabei mehr als 20 Fahrzeuge der Feuerwache der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auf zwei Aktionshöfen gab es ein abwechslungsreiches Programm für kleine und große Feuerwehrfans.

"Die normale Einsatzfähigkeit ist aber nicht eingeschränkt", betont Dienstgruppenleiter Michael Vangompel. "Viele Kollegen, die eigentlich dienstfrei hätten, sind vor Ort und betreuen die Aktionen und Präsentationsstände." Gerresheim gehört zwar nicht zu den am dichtesten besiedelten Düsseldorfer Stadtteilen, dennoch mussten die Jungs von der Feuerwache 8 im vergangenen Jahr zu 4117 Bränden, 4863 technischen Hilfeleistungen, knapp 30.000 medizinischen Notfällen und 21.000 Krankentransporten ausrücken. An die Gerresheimer Brandschützer werden auch immer wieder besondere Aufgaben herangetragen, denn sie sind auch für den Aaper, Grafenberger und Düsseldorfer Stadtwald zuständig. So gehören zum Feuerwehr-Fuhrpark auch ein sogenannter San-Wolf, ein geländegängiges Krankentransportfahrzeug, oder ein "Wassereimer" genanntes Pulvertanklöschfahrzeug, ebenfalls geländegängig. "Wir versuchen, einen groben Gesamtüberblick über die Aufgaben der Feuerwache 8 zu geben und die Verzahnung mit Polizei und Rettungsdiensten aufzuzeigen", sagte Vangompel.

Das gelang prächtig, denn neben Brandlöschdemonstrationen, Erklärungen der einzelnen Fahrzeuge waren auch der Arbeiter Samariter Bund mit einem Rettungsfahrzeug und die Polizei vor Ort. Und die Düsseldorfer nahmen das Angebot in großen Scharen an. Bereits um 13 Uhr waren mehr als 2000 Feuerwehr-Fans in der Wache an der Gräulinger Straße. Belagert wurde vor allem der Drehleiterwagen, der Groß und Klein bis auf eine Höhe von 30 Metern transportierte. Doch immer, wenn es im Aktionshof brannte, rauchte und zischte, wurde selbst die Schlange am Drehleiterwagen kürzer. Es wurde aber nicht nur gelöscht, sondern auch über das Gefährdungspotential zum Beispiel von Bengalos informiert. "Die Flamme ist so heiß, die geht wie ein heißes Messer durch die Brandschutzkleidung durch und kann mit Wasser nicht gelöscht werden", erläutert Vangompel. Also wurde die bis zu 2.500 Grad heiße Flamme mit einem Spezialschaum mit Hochdruckdüse "ausgepustet". Auch dabei hatten alle große, erstaunte und gleichzeitig neugierige Augen.

Quelle: RP
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