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Gerresheim
SPD fordert "Task Force" für das Glasmacherviertel

Gerresheim. Nach dem angekündigten Ausstieg von Investor Patrizia aus der Entwicklung des Glasmacherviertels regt die SPD im Stadtbezirk 7 eine "Task-Force Gerresheim-Süd" an. Diese soll die Entwicklung des Glasmacherviertels, die Umgestaltung der Bahnhofsunterführung und des Bahnhofs im Hinblick auf die Barrierefreiheit, die städtebauliche Anbindung an das Glasmacherviertel sowie die verkehrlichen Erschließungen gleichermaßen forcieren.

"Hierbei ist auch von Bedeutung, dass mit der Unfallkasse NRW bis 2020 ein großer Arbeitgeber seinen Sitz an einen anderen Standort in Düsseldorf verlegt - mit den entsprechenden Folgen für Einzelhandel und Dienstleistungsbetriebe an der Heyestraße", erklärt die stellvertretende Vorsitzende Helga Leibauer. Durch den Verkauf des Tennishallen-Grundstücks an der Heyestraße an einen Investor ergebe sich ein weiterer Bedarf für ein koordiniertes Vorgehen. Sowohl für die Verkehrserschließung des neuen Stadtviertels mit einer Verlängerung der U73 und eines P&R-Parkhauses als auch die Neugestaltung einer Unterführung des Gerresheimer Bahnhofs seien die politischen Grundsatzbeschlüsse bereits gefasst worden.

Im Glasmacherviertel selbst sollen nach den 2014 vorgelegten Planungen 1400 Wohnungen für mehr als 4000 Menschen entstehen, davon 400 im öffentlich geförderten und preisgedämpften Wohnungsbau. "Wir regen an, mehr Wohnungen im preisgedämpften Wohnungsbau zu errichten. Wir haben Patrizia immer so verstanden, dass für die Segmente öffentlich geförderter und preisgedämpfter Wohnungsbau Partner benötigt werden, da man selbst keine Expertise in diesem Sektor hätte", sagt Leibauer. Deshalb fordere die SPD, bei der Suche nach neuen Investoren die in diesem Segment engagierten Wohnungsunternehmen - zum Beispiel Wohnungsgenossenschaften oder städtische Wohnungsgesellschaft - zu berücksichtigen.

(arc)
 
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