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Gerresheim
Stiftung hofft auf Unterstützung für Aloysianum-Sanierung

Gerresheim. Die Gerricus-Stiftung saniert das Gerresheimer Jugend- und Gemeindezentrum und bittet dafür um Spenden. Von Semiha Ünlü

Während viele Gerresheimer zurzeit ihren Urlaub genießen, wird am Gerricusplatz mit Hochdruck gearbeitet: Denn das Aloysianum wird saniert - das Jugend- und Gemeindezentrum der katholischen Kirchengemeinde St. Margareta, das viele Menschen im Stadtteil auch liebevoll "Alo" nennen. Das Dach des denkmalgeschützten Gebäudes, das um 1892 in neugotischer Form ursprünglich als Unterkunft für katholische Gemeindeschwestern errichtet wurde, wird dank der Unterstützung der Bürgerstiftung Gerricus neu gedeckt. Das Obergeschoss soll im Zuge dieser Arbeiten auch ausgebaut werden, denn man brauche mehr Platz. Ein neuer zusätzlicher Raum soll daher eingerichtet werden, vor allem für meditative Angebote wie Yoga oder Gesprächsgruppen. Der Raum mit Blick durch die großen Dachfenster auf die Basilika und den Gerricusplatz soll auch eine Teeküche, ein WC und eine kleine Dusche bekommen. Auch das Treppenhaus, die Decken im Obergeschoss und die Brandschutzvorrichtungen werden im gelben Backsteinhaus ausgebessert.

Die Sanierung ist allerdings mit hohen Kosten (rund 440.000 Euro) verbunden. Den Großteil (rund 230.000 Euro) übernimmt die Erzdiözese Köln, für den Rest muss die Pfarre St. Margareta aufkommen. Die Bürgerstiftung Gerricus hofft, mit Spenden helfen zu können: Schließlich habe sich das Aloysianum, das der Gründer der Stiftung, Heinrich Frieding (Drahtfabrikant und Kirchenvorstand) nach seinem verstorbenen Sohn Aloys benannt hatte, in den vergangenen Jahren als offener Treffpunkt für verschiedene Zielgruppen etabliert.

Die Stiftung unterstützt den Ausbau des Jugend- und Gemeindezentrums, weil sie Begegnungen fördern will. So hatte sie vor kurzem rund 5200 Euro für ein neues Angebot im Aloysianum gespendet: das Schüler-Café "Aloys", das Schüler des Gerresheimer und des Marie-Curie-Gymnasiums von Mitte April bis zum Ferienbeginn besuchen konnten. Montags bis freitags haben die Schüler dort ihre Freizeit zwischen den Schulstunden und auch noch nach Schulende verbracht. Drei studentische Mitarbeiter, die auch Erfahrung in der Jugendarbeit haben, halfen vor Ort mit. Nach Angaben der Stiftung haben jede Woche bis zu 140 Schüler das Angebot angenommen. Ob das "Aloys" demnächst wieder seinen Betrieb aufnehmen wird, soll jetzt innerhalb der Stiftung besprochen werden.

Quelle: RP
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