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Gerresheim
Stiftung schenkt Schülern ein Café

Gerresheim: Stiftung schenkt Schülern ein Café
Honorarkraft Viktoria Stahl, Jugendreferent Lennart Welz und die Schüler Marcel Möschler, Hubertus Kempen und Carina Küster (v.l.) im Café. FOTO: HANS-JÜRGEN BAUER
Gerresheim. Heute geht das "Aloys" am Gerricusplatz an den Start. In dem Café können sich Schüler des Gymnasiums Gerresheims und des Marie-Curie-Gymnasiums aufhalten. Unterstützung kam von der Bürgerstiftung Gerricus. Von Maximilian Krone

Lange haben Schüler und Verantwortliche der katholischen Kirchengemeinde in Gerresheim auf ein Schülercafé gewartet, heute geht es an den Start. An jedem Schultag haben Schüler des Gymnasiums Gerresheims und des Marie-Curie-Gymnasiums (MCG) sowie weiterer Gerresheimer Schulen nun die Möglichkeit, sich im "Aloys" am Gerricusplatz, direkt neben der Kirche St. Margareta zu treffen, Hausaufgaben zu erledigen oder einfach nur zu entspannen. Angeboten werden neben Tee und Kaffee auch Kaltgetränke zu fairen Preisen. So kosten die meisten Getränke lediglich 50 Cent, Wasser gibt es sogar umsonst.

Maßgeblich an der Umsetzung des Projektes beteiligt war der Jugendreferent der Gemeinde, Lennart Welz. "Die erste Idee zu einem Café bestand bereits im Jahr 2011. Wir wollten einen Ort schaffen, an denen junge Erwachsene abseits des Schulalltags entspannen und sich treffen können", sagt er. Insgesamt hat die Planung anderthalb Jahre in Anspruch genommen. Für das Café sind ehemalige Gruppenräume in der unteren Etage eigens renoviert worden.

Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Bürgerstiftung Gerricus. "Wir haben in Gerresheim zu wenig Angebote für junge Menschen, daher unterstützen wir das Café gerne", sagt der Vorsitzende der Stiftung, Michael Brockerhoff. Bei der Zielgruppe kommt der neue Treffpunkt indes gut an. "In der Schule hängen Plakate, die auf das Café aufmerksam machen. Ich denke, dass sich das Angebot innerhalb von wenigen Wochen herumgesprochen hat", sagt Abiturient Hubertus Kempen, der das Gymnasium Gerresheim besucht. Denn ein Bedarf für ein solches Café bestehe seiner Ansicht nach in jedem Fall. "Wir haben bei uns zwar neben der Mensa auch ein Schulcafé, was viele aber zu sehr mit Schule verbinden. Im Aloys kann man sicher besser seine Hausaufgaben erledigen und entspannen. Zudem sind die Preise hier deutlich besser", sagt der 17-Jährige. Auch am MCG sehe er einen großen Bedarf, denn dort gäbe es kein eigenes Schul-Café. Betreut werden die Schüler und alle anderen Gäste von drei studentischen Hilfskräften, die eigens für den Betrieb des Cafés eingestellt wurden.

Was noch fehlt, ist ein freier Internetzugang, der aber zeitnah eingerichtet werden soll. Pfarrer Karl-Heinz Sülzenfuß sieht in dem Café aber nicht nur ein Angebot für Schüler. "Wir wollen ein Haus des Stadtteils schaffen und versuchen uns in Gerresheim als Kirchengemeinde zu vernetzen", sagt er. Dazu wird bald auch die erste Etage des Hauses saniert, um noch mehr Angebote realisieren zu können. Auch das Außengelände soll neu gestaltet werden. Neben dem Schülercafé werden die Räume bereits seit längerem als Flüchtlings- oder Mütter-/Vater-Cafés genutzt. Und das mit Erfolg, denn die Räume seien immer gut besucht. Eine Schlüsselrolle spielt bei den Angeboten laut Sülzenfuß die Zwanglosigkeit der Angebote. "Uns ist wichtig, dass die Besucher hier nichts müssen. Sie müssen keine Kurse besuchen, um kommen zu können, sondern schauen einfach nur so vorbei", sagt er. Die Pilotphase des Cafés läuft bis zu den Sommerferien. Sollte diese erfolgreich verlaufen - wovon alle Beteiligten fest ausgehen - wird das Angebot dauerhaft bleiben.

Quelle: RP
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