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Gerresheim
"Tutti" und ihre Töchter sind die Stiftsdamen der Bürgerwehr

Gerresheim. Auch Claudia von Rappard, Leiterin der Bezirksverwaltungsstelle 7 in Gerresheim, wird beim Generalcorpsappell ausgezeichnet. Von Wolfgang Berney

Diesmal sind die Damen an der Reihe. Seit 1983 ernennt die Gerresheimer Bürgerwehr jeweils drei bis vier Vertreter einer Berufsgruppe zu Stiftsherren, Persönlichkeiten, die die Narren aus dem Osten der Stadt großzügig förderten. Mittlerweile hat die Bürgerwehr aber nahezu alle Berufsgruppen durch. Da kamen Präsident Stephan Friedel und der Vorsitzende Rene Falkenberg auf die Idee, ein Frauentrio aus dem Hause der Brauerei Schumacher zu Stiftsdamen zu machen: Gertrud Schnitzler-Ungermann, genannt "Tutti", und ihre Töchter Nina Thea und Flocke. Zwar unterstützt die Familie Ungermann unter anderem die Jecken aus dem Osten der Stadt schon seit Jahren finanziell. Auch Familienvater Wolfgang Ungermann gehörte bereits zu den Stiftsherren. Aber die Stiftsdamen legen jetzt noch mal einen drauf.

Im Rahmen eines festlichen Abendessens im Stammhaus der Brauerei an der Oststraße bedankte sich Stephan Friedel für die Hilfe in der Vergangenheit "und in der kommenden Session". Er erinnerte an den Ursprung der Tradition: Das mit "Stiften" bezeichnete Engagement ist in Anlehnung an den fränkischen Adeligen Gerrich (er ist der Namensgeber von Gerresheim) entstanden, der im 9. Jahrhundert auf seinem Gut "im Tal des Pillebachs" einen Stift gründete - ein Frauenstift. Und der widmete sich damals schon wohltätigen Zwecken. "Also kehren wir heute mit den Damen Schnitzler-Ungermann zurück zur uralten Gerresheimer Tradition", so Friedel. Wer gedacht hatte, die Damen ließen sich nun feiern und bedienen, der lag absolut falsch. Tutti und ihre Töchter machten sich gleich an die Arbeit und servierten persönlich. "Für uns gehört das zu unseren Aufgaben als Stiftsdamen."

Eine weitere Dame stand an diesem Abend im Mittelpunkt der fröhlichen Gesellschaft. Die Gerresheimer werden beim Generalcorpsappell am 19. November in der Aula am Poth Claudia von Rappard auszeichnen. Sie erhält die von den Ost-Narren jährlich verliehene Gerricus-Plakette für Persönlichkeiten, die sich um den Stadtteil verdient gemacht haben. Von Rappard ist Leiterin der Bezirksverwaltungsstelle 7. Friedel sparte nicht mit Komplimenten: "Sie haben die Bezirksverwaltungsstelle weiblicher und freundlicher gemacht. Vor allem aber Tempo vorgelegt, so dass die Anliegen der Bürger unseres Stadtteils mit solcher Geschwindigkeit abgearbeitet werden, dass selbst die Betreffenden sich wundern, wie schnell ein Amt arbeiten kann."

Quelle: RP
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