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Gerresheim
TV Torfbruch wehrt sich gegen Flüchtlingsunterkunft

Gerresheim. Das Gelände an der Torfbruchstraße ist für eine weitere Flüchtlingsunterkunft mit bis zu 280 Personen grundsätzlich geeignet.

Es laufe aktuell eine Machbarkeitsstudie, endgültig entschieden sei demnach noch nichts, verdeutlichten die Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch und Birgit Lilienbecker vom Amt für Gebäudemanagement in der Sitzung der Bezirksvertretung 7. Doch die Planungen sind offensichtlich schon weit fortgeschritten. Lilienbecker sprach von vier zweigeschossigen Gebäuden und einem Verwaltungstrakt, die Bebauung soll nach fünf Jahren in die Nachvermietung gehen, sei also auf Dauer angelegt.

Das wurmt vor allem den TV Torfbruch - inzwischen Teil der HSG Gerresheim - denn die Unterkunft soll auf dem Sportplatz des Vereins entstehen. Und der werde entgegen anders lautenden Gerüchten in der Öffentlichkeit durchaus noch genutzt, verdeutlichte die Geschäftsführerin in der Sitzung: "Wir sind dort zu Hause, spielen regelmäßig von Frühjahr bis Herbst mit vier Handball-Mannschaften. Es finden Feste und Turniere statt, und wir haben vor allem unser Vereinsheim in einem Wohncontainer auf dem Platz. Wenn die Flüchtlingsunterkunft kommt, dann können wir diesen 1903 gegründeten Verein dicht machen."

Die CDU brachte zudem zur Sprache, dass der Investor, der gerade unmittelbar angrenzend einen Neubau mit 15 Wohnungen fertiggestellt hat, diese nun nur sehr schwer vermietet bekomme. Das kritisierte die Grüne Eva Mörger scharf: Die Schicksale von Menschen seien ja wohl wichtiger als das Profitstreben von Investoren.

(arc)
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