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Gerresheim
Verwirrung ist menschlich

Gerresheim: Verwirrung ist menschlich
Das Öl-Gemälde von Hans Christian Rüngeler zeigt Reflektionen der St. Margareta. FOTO: Bauer, Reichwein, Veranstalter
Gerresheim. In Gerresheim startet heute die 18. Große Kunstausstellung mit dem Thema "Optische Täuschungen". Von Robin Hetzel

Ob bewegende Natur-Fotografien, Ölgemälde von Gerresheimer Wahrzeichen oder Skulpturen mit eingebauten digitalen Diashowrahmen, die Bilder aus sozialen Netzwerken zeigen. Für die 18. Kunstausstellung des Kulturkreises Gerresheim im Stiftssaal der Basilika St. Margareta haben 34 Künstler ihrer Kreativität zum Thema "Optische Täuschungen" freien Lauf gelassen.

Die Idee zum diesjährigen Schwerpunkt hatte Kuratorin und Kunsthistorikerin Beate Johlen-Budnik im Dezember letzten Jahres. "All die schrecklichen Terroranschläge haben mir deutlich gemacht, dass wir in der Zeit von Fake News und Täuschungen leben", sagt Johlen-Budnik. Dabei kam ihr der Gedanke, dass das Thema Täuschungen sich sehr gut künstlerisch darstellen ließe und auch nah am Menschen sei. Schließlich sei auch Verwirrung ein Zeichen von Menschlichkeit, so die Kuratorin.

Um anschließend zum Thema passende Werke zu finden, hat sie ein Bewerbungsverfahren gestartet, bei dem sich mehr als 40 Künstler mit einem kurzen Schreiben zu ihren Werken beworben haben. Einige Künstler hat Johlen-Budnik auch in ihren Ateliers besucht, um eine möglichst vielfältige Auswahl an Werken zusammenzustellen. Ergebnis sei nicht nur eine große Vielfalt, sondern auch ein ausgeprägter Bezug zu aktuellen politischen Themen, so Sigrid Hirsch, Vorsitzende des Kulturkreises, der die Ausstellung organisiert.

Von den insgesamt 34 Künstlern ist rund ein Drittel zum ersten Mal dabei. Viele von ihnen haben bereits in Ländern wie Israel, Japan oder Schweden ausgestellt. Auch mehrere ehemalige Akademie-Absolventen konnte man für die Ausstellung begeistern. 2015 hatte die zweijährig stattfindende Kunstausstellung erstmals einen Themen-Schwerpunkt. "Mit rund 1000 Besuchern innerhalb der vier Tage ist das Konzept aufgegangen", sagt Hirsch. Für die diesjährige Eröffnung gibt es einige Neuheiten: Der Flötist Klaus-Peter Riemer sorgt für musikalische Begleitung. Zudem wird es eine Videoinstallation geben, die Fiktion und Realität verschwimmen lässt.

Quelle: RP
 
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