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Düsseldorf
Eingeschlossene Papageien – Feuerwehr bedauert Untätigkeit

Düsseldorf: Eingeschlossene Papageien – Feuerwehr bedauert Untätigkeit
Die jungen Halsbandsittiche haben überlebt, weil die Eltern es tatsächlich schafften, ein Loch in den Bauschaum zu hacken. FOTO: Heike Haas
Golzheim. Als die Papageien mit Bauschaum eingeschlossen worden waren, griffen die Tierretter nicht ein, weil sie davon ausgingen, dass die Sittich-Jungen tot sind. Doch die überlebten unverhofft. Nun bedauert die Feuerwehr die Untätigkeit. Von Torsten Thissen

Im Fall der Sittich-Familie, die überlebte, obwohl ihre Nesthöhle mit Bauschaum verschlossen worden war, räumt die Feuerwehr nun ein, die Situation falsch beurteilt zu haben. "Der Disponent sah keine Hoffnung für die Vögel und teilte dies der Anruferin mit", heißt es in einer Stellungnahme der Feuerwehr. "Diese Einschätzung war offensichtlich falsch – das tut uns sehr leid. Aber auch die Feuerwehr lernt immer wieder dazu", heißt es weiter in der Stellungnahme.

Darüber, dass die Vögel sich selbst halfen, seien die Tierretter der Wehr aber sehr froh. Gerade weil sie sich immer wieder gerne für das Wohl und die Rettung in Not geratener Tiere einsetzten. Dafür werde die Feuerwehr Düsseldorf auch stets gelobt – auch aus Fachkreisen, ließ die Feuerwehr verlauten.

Jährlich fahren die Tierretter der Düsseldorfer Feuerwehr zu rund 500 bis 600 Tiernotfällen – aber auch zur Abwehr von Gefahren für den Menschen, beispielsweise bei Gifttieren wie Schlangen. Schon des Öfteren wurden zudem Kamine aufgestemmt oder Gruben ausgehoben, um Katzen, Kleintiere oder größere Vögel aus der misslichen Lage zu retten.

"Wir nehmen diese gesetzliche Pflichtaufgabe der Tierrettung sehr ernst und helfen wo wir können", so die Feuerwehr.

Quelle: RP
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