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Golzheim/Oberkassel
Streit um Comenius- und Büchner-Gymnasium

Golzheim/Oberkassel. Die Entwicklung der Düsseldorfer Schulen bis zum Jahr 2020 ist heute Thema im Schulausschuss. Von Jörg Janssen

Die Zukunft des Georg-Büchner- und des Comenius-Gymnasiums dürfte heute (Rathaus, ab 15 Uhr) für einen Schlagabtausch im Schulausschuss des Rates sorgen. Grund sind die aktuelle Schulentwicklungsplanung und die damit einhergehenden schulorganisatorischen Maßnahmen. Jüngster Aufreger am unter Raumnot leidenden Comenius-Gymnasiums ist die Idee der Stadt, an der seit sechs Jahren auf einen Erweiterungsbau wartenden Schule eine neue Dependance einzurichten. "Die würde sich im alten Comenius-Gymnasium befinden und wäre fast einen Kilometer entfernt. Der Fußweg dorthin läge bei neun Minuten, außerdem müssten die Schüler eine vierspurige Straße überqueren. Das zerschießt uns das Ganztagskonzept", kritisiert Mittelstufen-Koordinator Markus Bußmann den Vorschlag.

Was die Schulgemeinde, die zuletzt geschlossen auf dem Burgplatz demonstrierte und sich dafür kommende Woche bei der Bezirksregierung rechtfertigen muss, sonst noch stört, hat sie in einer vierseitigen Stellungnahme zusammengefasst. Für Frust sorgt vor allem, dass die bei der Umwandlung in ein Ganztagsgymnasium gemachten Zusagen für Neu- und Anbauten bis heute nicht umgesetzt wurden. Die Aufregung kann Dagmar Wandt, Leiterin des Schulverwaltungsamtes, nicht verstehen. "Der Vorschlag, die Vorläuferschule als Zusatzstandort zu prüfen, kam aus der Mitte des Lehrerkollegiums. Das greifen wir auf." Außerdem gelte die Zusicherung: Solange die Erweiterung nicht geregelt sei, gibt es keine dauerhafte Erhöhung der Eingangsklassen. "Die zusätzliche fünfte Klasse in diesem Jahr war eine Ausnahme."

Besser abgesichert erscheint dagegen die Zukunft des Georg-Büchner-Gymnasiums. So hatte sich die Vorsitzende der stadtweiten Schulpflegschaft EDS, Berit Zalbertus, "fassungslos" darüber gezeigt, dass die Schule durch ein "normales" Gymnasium ersetzt wird. Das nehme vor allem Realschülern aus dem gesamten Stadtgebiet die Chance, durch besondere Förderung ein Gymnasial-Abitur zu erwerben. Doch Wandt und Rektorin Inge Schleier-Groß haben einen Kompromiss gefunden. "Die Unter- und Mittelstufe wird vierzügig, die Oberstufe dagegen achtzügig. Damit ist gewährleistet, dass das besondere Förderkonzept für Schüler, die zuvor auf keinem Gymnasium waren, erhalten bleibt", sagt Wandt.

Quelle: RP
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