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Golzheim
Wildwuchs versperrt Radfahrern den Weg

Golzheim. Andreas Düvel ist passionierter Radfahrer - und muss sich oft ärgern. Er ist überzeugt, dass das Rathaus falsche Schwerpunkte legt: "Die Stadt Düsseldorf richtet den Grand Départ der Tour de France 2017 in Düsseldorf aus. Dabei geraten der Breitensport und der (umwelt-)politisch gewollte Wechsel aufs Fahrrad vollkommen aus dem Fokus", kritisiert der Bestatter in einer Mail an unsere Redaktion. Von Denisa Richters

Sein aktuelles Beispiel: der Radweg auf der Nordseite der Theodor-Heuss-Brücke. Der sei eigentlich mehrere Meter breit, verengt sich aber auf nur noch rund 60 Zentimeter, weil hohe Pflanzen unbegrenzt und mächtig in die Radler-Trasse hineinragen. "Da hat sich seit bestimmt acht Monaten nichts getan", sagt Düvel und vermutet: "Offenbar ist kein Geld dafür da." Dies sei gefährlich, weil auch radfahrende Kinder den in beide Richtungen freigegebenen Weg nutzten.

Doch damit nicht genug. Wer den Radweg in Richtung Nordfriedhof hinabfahre, finde an der Mündung zur Uerdinger Straße keinen Anschluss. "Wie soll man weiterfahren? Als Geisterfahrer über den Bürgersteig", fragt Düvel. Die West-Ost-Marginale sei für Radfahrer somit quasi unbenutzbar. "Um solche Unfallbrennpunkte sollten sich Politik und Stadtverwaltung mal lieber kümmern, als Millionen von Steuergeldern für ein Dreitage-Event zu verplempern", so sein Fazit.

Zumindest bei dem munter sprießenden Grün kann Düvel mit rascher Abhilfe rechnen: Der Radweg stehe bereits auf der Liste des Gartenamts, in Kürze werde das Grün gekürzt, so ein Stadtsprecher. Bei der störenden Pflanze handelt es sich laut Gartenamt um den Götterbaum (Ailanthus altissima). Dieser breitet sich aktuell stadtweit übermäßig stark aus, durch Aussaat und unterirdische Wurzelausläufer.

Quelle: RP
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