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Grafenberg
Ärzte des Luisenkrankenhauses operieren afghanischen Jungen

Grafenberg. Zurzeit hat das Luisenkrankenhaus Düsseldorf an der Hans-Günther-Sohl-Straße einen ganz besonderen Patienten: den zehnjährigen Said aus Afghanistan. Er hat einen massiven, immerhin gutartigen Gesichtstumor, der aber dringend entfernt werden muss, da der Junge weder richtig sprechen noch essen kann. Said ist vor ein paar Wochen dank des Arztes Adam Kurzeja, der für die "Kinderhilfe HNO" seine Dienste zur Verfügung stellt, nach Düsseldorf gekommen. Das Hilfsprojekt sorgt dafür, dass Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten mit schweren Verletzungen im Kopf- und Halsbereich behandelt werden können. Über den Verein "Kinder brauchen uns" werden die Betroffenen dann nach Deutschland transportiert. "Kinder brauchen uns" ist eine gemeinnützige Organisation, die kranken Kindern aus der ganzen Welt eine medizinische Behandlung ermöglicht.

Kurzeja, der am Luisenkrankenhaus Düsseldorf im Fachbereich HNO tätig ist, hat bereits 20 Jahre lang mit seiner Organisation "Kinderhilfe HNO" Kinder aus aller Welt operiert - auch direkt vor Ort, zuletzt 2013 in Kamerun. Mit dem Wechsel 2014 in das Luisenkrankenhaus wollte Kurzeja gemeinsam mit seinem Kollegen Ernst-Ulrich Karmeyer diesen Weg weitergehen. Er schloss sich der Organisation "Afghanische Kinderhilfe Deutschland" an. Nachdem alle bürokratischen Hürden überwunden waren - wie zum Beispiel Visum, Flug, Gastfamilie und Vormund - konnte nun endlich das erste Kind aus Afghanistan nach Deutschland einreisen, um im Luisenkrankenhaus medizinisch versorgt zu werden.

Die medizinische Behandlung durch Kurzeja und seinen Kollegen Karmeyer, die gemeinsam eine Praxis für HNO im Medical Center Düsseldorf betreiben und im Luisenkrankenhaus in der Abteilung für HNO operieren, erfolgt unentgeltlich.

Die stationäre Unterbringung sowie die Kosten für die OP müssen jedoch durch Spendengelder finanziert werden. Der Operationstermin ist für den 3. August angesetzt.

(arc)
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