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Grafenberg
Bahnlärm beschäftigt Grafenberger

Grafenberg. Beim OB-Dialog im Stadtteil war auch der triste Staufenplatz Thema. Von Marc Ingel

Beim Thema Gaslaternen geht Oberbürgermeister Thomas Geisel inzwischen schnell mal die Hutschnur hoch. Im Rahmen des OB-Dialogs in Grafenberg gelang es ihm jetzt aber, die Diskussion im Keim zu ersticken. Anders sah das beim Bahnlärm aus. Bis zu 130 Züge nutzen die Strecke zwischen Eller und Rath, 220 könnten es bald werden, und in Höhe des Ostparks gibt es eben keinen Tunnel. "Ab der dritten Etage spürt man jede Erschütterung", sagte ein Anwohner der Altenbergstraße. "Man hat das Gefühl, mitten auf den Schienen zu liegen", erklärte eine Frau.

Geisel verwies auf sein Engagement im Städtetag, seine Gespräche mit den Bahn-Managern Rüdiger Grube und Roland Pofalla, in denen er auf mehr Lärmschutzmaßnahmen dränge. Damit sei sein Einfluss als Bürgermeister erschöpft. Doch das konnte die Grafenberger im voll besetzten Saal der Seniorenresidenz an der Ernst-Poensgen-Allee nicht besänftigen. An die Spitze der Protestbewegung solle er sich setzen, lautete eine Forderung. Neue Lärm- und Erschütterungsmessungen seien jedoch keine Hilfe, sagte Geisel, "denn dass es zu laut ist, ist bekannt und bestreitet auch niemand. Aber die Bahn beruft sich auf den Bestandschutz, so lange nicht unmittelbar etwas am Gleiskörper verändert wird."

Dass der Staufenplatz nicht sehr ansehnlich ist, bestreitet Geisel ebenfalls nicht, konkrete Planungen, an dem Zustand in absehbarer Zeit etwas zu ändern, gebe es aber nicht, enttäuschte der OB unter anderem Schützenchef Peter Schmidt, der eine Novellierung der Fläche auf das Niveau der Straße begrüßen würde. Vielleicht, wenn die Seilbahn eines Tages (mit der Endhaltestelle Staufenplatz) kommen würde, dann sei die Stadt bestimmt auch bereit, den Staufenplatz anzupacken, so Geisel. Aber das sei natürlich Zukunftsmusik. Zumindest den hässlichen Pavillon wolle man bald etwas aufhübschen, in der Hoffnung, die Läden dort wieder vermietet zu bekommen.

Quelle: RP
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