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Grafenberg
Bürgerverein übergibt Petition zum Erhalt von Gaslaternen

Grafenberg. Eine Abordnung des Vorstandes des Bürgervereins Grafenberg hat jetzt die Ergebnisse der schriftlichen Befragung zur Umrüstung der Straßenlaternen von Gas auf Strom im Stadtteil an Bezirksbürgermeister Karsten Kunert übergeben. Der entsprechende Fragebogen wurde an 1700 Haushalte verteilt. Anlass für die Befragung sei der Ratsbeschluss vom Dezember 2015 gewesen, mit dem die Entscheidung über die Umrüstung oder Erhaltung der zu verbleibenden 30 Prozent Gaslaternen "in historisch wertvollen Stadtbereichen" in die Bezirksvertretungen delegiert wurde, so der Vorsitzende Reinhard Naujoks. Neben den ausgefüllten Fragebögen seien auch eine Analyse sowie eine der Umfrage beigelegte Sachdarstellung übergeben worden, in der die wichtigsten Fakten (historisch, wirtschaftlich, technisch, rechtlich inklusive des Umwelt-Aspektes) so neutral wie möglich zusammengestellt wurden. Von Marc Ingel

Initiator der Umfrage war Albert Schröder. Über die Ergebnisse sagt das Beiratsmitglied: "Wir erhielten 172 Antworten. Bei einem Rücklauf von knapp zehn Prozent könnte man meinen, dass einer deutlichen Mehrheit diese Frage herzlich egal ist. Dennoch: 94 Grafenberger sprachen sich für den vollständigen Erhalt der traditionellen Gasbeleuchtung aus. Addiert man die Ergebnisse hinzu, die eine Erhaltung der traditionellen Laternenmasten mit Gas oder gasähnlichem LED-Licht befürworten, hinzu, ergibt sich ein Wert von 143 Stimmen, also 83 Prozent." Naujoks betont, dies sei ein Votum, an dem die Politik nicht so ohne Weiteres vorbeikomme. Er fordert daher die Bezirksvertretung 7 auf, in Grafenberg zumindest die traditionelle Anmutung der Straßenbeleuchtung zu erhalten. Unter Berücksichtigung der technischen Gegebenheiten plädiert der Bürgerverein daher dafür, sollte die Gasbeleuchtung in Grafenberg nicht zu erhalten sein, den Stadtteil auf jeden Fall mit der so genannten "Historischen Alt-Düsseldorfer Laterne" und angepasstem LED-Licht auszustatten. Heute seien diese traditionellen Laternen noch an der Altenberg- und der Irmgardstraße oder auf der anderen Seite der Grafenberger Allee innerhalb der Wokerschen Siedlung (außer an der Burgmüllerstraße) zu sehen.

Abschließend resümiert Schröder: "Von Bedeutung ist, dass Grafenberg aufgrund seiner Bauphase ab etwa 1880 zu circa 75 Prozent als Erhaltsensgebiet seitens der Stadt ausgewiesen ist. Die Architektur der Häuser und die zumeist ausgewählten Alt-Düsseldorfer Laternenmasten bilden eine Einheit. Und beides ist Bestandteil der Erhaltungssatzung."

Quelle: RP
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