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Grafenberg
CDU lehnt Fußgängerzone auf der Geibelstraße ab

Grafenberg. Der Tagesordnungspunkt 17 in der heutigen Sitzung der Bezirksvertretung 7 (17 Uhr, Rathaus Gerresheim) verspricht Brisanz. Die SPD wird beantragen, den Abschnitt der Geibelstraße zwischen Grafenberger Allee und Hausnummer 83 zu einer Fußgängerzone zu machen. Innerhalb dieses Bereichs könnte dann ein Wochen- oder auch Feierabendmarkt errichtet werden. Alleine der Lieferverkehr solle gewährleistet bleiben. Das Stück zwischen Schubertstraße und Fußgängerzone werde dann zur Sackgasse. Ziel sei es auch, die Geibelstraße vom Durchgangsverkehr abzubinden. Bis auf zwei Geschäftsleute und zwei Anwohner hätten Einzelhändler wie Anwohner - so das Ergebnis einer Befragung - diesen Vorschlag gut gefunden, erklärt die Partei. Von Marc Ingel

Die CDU lehnt die Idee ab. Und zwar "mit aller Entschiedenheit", wie der Vorsitzende der CDU Grafenberg, Hanno Bremer, ausdrücklich betont. Die Zufahrt zur Grafenberger Allee sei, sollte die SPD sich durchsetzen, für das gesamte Viertel nicht mehr möglich. Der Verkehr von rund 40.000 Fahrzeugen pro Monat (laut einer Verkehrserhebung von 2013) von der Geibelstraße - zuzüglich des Lehrer- und Elternverkehrs von der Schubertstraße - fließe dann über das enge Stück Schubertstraße zur Simrockstraße, über die Vautierstraße zur Grafenberger Allee oder weiter nach Grafenberg. "Die Eltern, die mit dem Auto ihre Kinder über die Grimm- und die Schubertstraße zur Gutenbergschule bringen, werden mit dieser Herumgurkerei über Schubert-, Simrock- und Vautierstraße regelrecht schikaniert. Oder sie setzen ihre Kinder auf der Grafenberger Allee vor der Schule ab - was die Probleme dort erhöht. Eine beispielhaft unsinnige und unnötige zusätzliche Umweltbelastung", kritisiert Bremer. Außerdem: Es würden in dem Stück Geibelstraße etwa 40 Parkplätze wegfallen, "und damit sind keineswegs alle Geschäftsleute einverstanden", sagt der stellvertretende Bezirksbürgermeister, der noch auf einen weiteren Punkt verweist: "Über die gegebenenfalls anfallenden Anliegerbeiträge ist seitens der Antragsteller kein Gedanke verschwendet worden."

Sein Fazit: "Alles in allem ein undurchdachter Vorschlag der SPD, der hoffentlich in der Bezirksvertretung keine Mehrheit finden wird."

Quelle: RP
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