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Grafenberg
Ein Fest als Zeichen

Grafenberg: Ein Fest als Zeichen
Bei dem Sommerfest kamen Menschen mit psychischen Erkrankungen und Anwohner aus dem Stadtteil zusammen. FOTO: Andreas Endermann
Grafenberg. Die Graf-Recke-Stiftung lud Nachbarn in ihre Einrichtung ein.

Das Sommerfest der Graf-Recke-Stiftung in Grafenberg zeigte am Samstag, wie gut das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen Lebenssituationen und -perspektiven funktionieren kann. Auf dem Gelände an der Grafenberger Allee feierten Menschen mit psychischen Erkrankungen, ihre Betreuer sowie junge Familien und engagierte Menschen aus dem Stadtteil ihr Sommerfest, um ein klares Zeichen für ein Miteinander zu setzten. Zwischen Hüpfburg und Bungee-Trampolin kamen Menschen aus der Nachbarschaft zusammen, um in entspannter Atmosphäre einen Fruchtcocktail zu trinken oder beim Bingo ihr Glück zu versuchen.

"Für mich ist es wichtig, den Kontakt zu den Menschen aus dem Stadtteil nicht zu verlieren", sagte Stefan. Der 30-Jährige hat eine schizoaffektive Störung und ist seit 2011 in der Stiftung. Für ihn bietet das Sommerfest die Möglichkeit, in entspannter Atmosphäre aufgeschlossene Menschen kennen zu lernen und alte Kontakte zu pflegen. "Hier kann ich mich mit Menschen unterhalten, oder vielleicht ein Buch für zuhause mitnehmen", sagte er. Neben dem Angebot des Bücherflohmarktes begeisterte die Livemusik den leidenschaftlichen Sänger.

Die 1822 von Adelberdt Graf von der Recke-Volmerstein in Düsseltal gegründete Stiftung konzentrierte sich zunächst auf die Unterstützung von Waisenkindern. Die Stiftung erweiterte später ihr Angebot und richtete sich auch an Personen mit psychischen Leiden. Ziel der Stiftung ist es, Menschen mit psychischer Erkrankung einen selbstverständlichen Zugang in ihr Umfeld zu ermöglichen.

(sis)
 
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