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Grafenberg/Düsseltal
Für eine gute Nachbarschaft

Grafenberg/Düsseltal. Die evangelische Oster-Kirchengemeinde möchte das Miteinander fördern. Von Julia Brabeck

"Nachbarschaft stiften" lautet ein Projekt der evangelischen Oster-Kirchengemeinde, mit dem die Lebensqualität im Viertel erhöht und besonders ältere Menschen mehr in das öffentliche Leben eingebunden werden sollen. Seit August ist dafür die Soziologin Mareen Westhoff als Quartiersmanagerin zuständig, deren Stelle mit Fördergeldern der Deutschen Fernsehlotterie finanziert wird. Sie lädt für Freitag, 8. April, alle Bürger ein, sich an dem Projekt zu beteiligen und das gemeinsame Umfeld aktiv mitzugestalten. Dazu werden zwischen 16 und 19 Uhr im Gemeindesaal, Graf-Recke-Straße 211, in kleinen Gruppen Ideen entwickelt, wie eine lebendige Nachbarschaft gestaltet werden kann.

"Ich würde mir wünschen, dass dabei auch konkrete Projekte und Konzepte erarbeitet werden", sagt Westhoff. Um zu erfahren, was überhaupt gewünscht wird, hat sie zuvor im Stadtteil Fragebogen ausgelegt. Dabei wurde öfter der Wunsch nach einem Wochenmarkt und Straßen- beziehungsweise Nachbarschaftsfesten geäußert. Zudem wurde der Wunsch laut nach mehr Möglichkeiten, um mit anderen in Kontakt zu kommen, zum Beispiel in einem Stadtteilzentrum.

"Ich habe inzwischen festgestellt, dass die Menschen sehr gerne in Grafenberg leben und es hier schon viele Möglichkeiten zur Begegnung und eine Vernetzung gibt", sagt Westhoff. Oft seien aber die Angebote nicht hinreichend bekannt, zumal jede Altersgruppe sich auf unterschiedlichen Wegen informieren würde. "Wie wir das optimieren können, daran müssen wir noch arbeiten."

Gut funktioniert hat aber eine Vernetzung mit der katholischen Bücherei von St. Ursula. Dort arbeiten inzwischen Bürger ehrenamtlich als Lesepaten, helfen Teilnehmern aus Integrationskursen beim Verständnis der deutschen Sprache, erklären Betonungen und die Bedeutung von Wörtern.

Ein Erfolg ist auch eine Telefonkette. Jeden Tag um die gleiche Zeit wird diese von einem Koordinator in Bewegung gesetzt. Die Teilnehmer bleiben so täglich in Kontakt und erfahren, wie es dem anderen geht und gleichzeitig wird dadurch die Sicherheit der Senioren erhöht. Denn wenn jemand nicht telefonisch erreichbar ist, hakt der Koordinator nach.

"Wir suchen jetzt noch einen ehrenamtlichen Kümmerer, der als Ansprechpartner im Quartier dient und Leute besucht", sagt Westhoff. Sie ist montags von 11 bis 12.30 Uhr und mittwochs von 15 bis 16.30 Uhr im Gemeindezentrum an der Graf-Recke-Straße 211 erreichbar oder unter Telefon 9145114.

Quelle: RP
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