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Grafenberg
Gemeinsame Aktion gegen Unfälle mit Straßenbahnen

Grafenberg: Gemeinsame Aktion gegen Unfälle mit Straßenbahnen
Patric Stieler, Michael Wollsiefer und Michael Strotmann (v.l.) weisen an der Haltestelle Burgmüllerstraße auf die Kampagne hin. FOTO: Andreas Endermann
Grafenberg. Es passiert nicht sonderlich häufig, aber wenn, dann meist mit schlimmen Folgen. Die Rede ist von Unfällen von Fußgängern mit Straßenbahnen. In einer gemeinsamen Aktion in Grafenberg haben Polizei, Rheinbahn und Stadt nun auf das Problem hingewiesen. "Stop, Guck and Go", heißt die Kampagne, die Fußgänger für die besonderen Gefahren des Straßenbahnverkehrs sensibilisieren soll. Von Torsten Thissen

Unfälle kamen im vergangenen Jahr zwar nur acht Mal vor, doch enden solche Zusammentreffen zwischen Mensch und Zug häufig tödlich. "Deshalb ist es uns auch ein besonderes Anliegen, auf die Probleme hinzuweisen", sagt Michael Strotmann von der Rheinbahn.

Besonders schwierig sei die Situation in der kalten Jahreszeit, wenn die Menschen Schals und Kapuzen tragen und Regenschirme mithaben. Dadurch verengt sich das Sichtfeld, dick eingepackt hören sie auch nicht so gut und nehmen deshalb die Warnhinweise nicht mehr wahr. "Dabei sind an den allermeisten Übergängen und Haltestellen genügend Hinweise auf den Straßenbahnverkehr", sagt Patric Stieler vom Amt für Verkehrswesen. So etwa auch an der Haltestelle "Burgmüllerstraße" vor der Filiale der Sparkasse, wo die Fahrgäste sich über die Kampagne und die Gefahren des Straßenbahnverkehrs informieren konnten.

So etwa auch Anja Wichern, die auch schon einmal in eine brenzlige Situation geraten ist. "Ich habe die Bahn nicht gehört, hätte mein Freund, der zu der Zeit neben mir lief, mich nicht zurückgehalten, hätte die Bahn mich wohl erwischt", sagt sie. Allerdings sei das schon lange her. Damals war sie noch nicht auf die Niederflurbahnen eingestellt gewesen, die ja deutlich leiser seien als die alten Bahnen. Wegen dieses Erlebnis achte sie aber nun besonders auf Straßenbahnen und habe auch ihrem Sohn eingeschärft, wirklich immer zu schauen und sich auch nicht auf die Warnhinweise zu verlassen, denn "auch Bahnfahrer können Fehler machen", wie sie sagt.

Michael Wollsiefer von der Polizei wies auf die besondere Situation durch das Benutzen von Smartphones hin. Die lenkten Fußgänger ab. Zumal viele auf Displays schauten, während sie gleichzeitig noch Kopfhörer trügen.

Quelle: RP
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