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Grafenberg
Kabarett Flin freut sich auf erste Hausproduktion in Grafenberg

Grafenberg. Gut ein Jahr nach dem Umzug vom Hinterhof an der Ackerstraße in Flingern an die Ludenberger Straße 37 in Grafenberg ziehen die Intendanten des "KaBARett Flin" eine positive Bilanz. Inzwischen habe sich am neuen Standort "alles eingespielt, die ersten 150 Aufführungen sind gelaufen, und wir haben nach einem Jahr intensiver Aufbauarbeit wieder eine Auslastung von 93 Prozent erreicht", teilt Philipp Kohlen-Priebe mit. Die erste Hausproduktion werde allerdings erst in Kürze aufgeführt: Denn alle Stücke, darunter "Fast Faust - oder des Pudels Kern" und die "Heinz-Erhardt-Revue", habe man neu konzipieren, proben und an die neuen Bühnenbedingungen in Grafenberg anpassen müssen.

Die erste "Haus"-Premiere in Grafenberg feiert das Theater nun am 29. April mit "Damenabend", einer Produktion, in der Frauenfreundschaften im Mittelpunkt stehen. So lädt Sandra, eine kreative und sensible Frau, ihre besten Freundinnen zum Essen ein. "Und während das Essen seiner Vollendung entgegen köchelt, baut sich ein Gefüge menschlicher Wirrungen und Irrungen, Wahrheiten und Klarheiten auf - und es kommen Einsichten an die Oberfläche, die ohne ein Glas Prosecco vielleicht nie zutage gekommen wären", sagt Philipp Kohlen-Priebe. Eben kurzum eine "Kabarettkomödie voller Witz, Tempo - herrlich fies und erschreckend wahrhaftig!", findet Kohlen-Priebe. Die Nachfrage nach der ersten Hausproduktion in Grafenberg ist groß: Alle fünf Vorstellungen (die letzte ist am 25. Juni) sind bereits ausverkauft.

Das Kleinkunst-Theater hatte seinen traditionsreichen Platz im Hinterhof an der Ackerstraße 144 in Flingern nach 15 Jahren aufgeben müssen, weil ein Investor dort loftartige Wohnungen bauen will. Auch die "Trinkhalle", eine beliebte Club-Bar, und die Frauenberatungsstelle mussten ihren Standort dort aufgeben. Während das Theater und die Frauenberatungsstelle nach vielen Monaten der Suche einen neuen Standort fanden und umzogen (die Beratungsstelle ist inzwischen in einem Haus an der Talstraße 22-24 im Stadtteil Friedrichstadt untergebracht), entschied sich der Inhaber der Bar, Mani Kianzad, für die Aufgabe seines Szene-Ladens, da er keine passende Immobilie finden konnte.

(semi)
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