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Grafenberg
So familienfreundlich ist die Osterkirmes

Osterkirmes Düsseldorf 2016 - Karusell und Achterbahn für Kinder
Bozena Was mit Tochter Lilia: Die Familie hat sich eine Stärkung von zu Hause mitgebracht. Das Essen auf der Kirmes ist ihnen zu teuer. FOTO: Hans-Juergen Bauer (hjba)
Grafenberg. Auf der Osterkirmes am Staufenplatz gibt es viele Angebote speziell für Kinder. Wer sich beim Essen etwas zurückhält, kann hier zu moderaten Preisen einen schönen Nachmittag verbringen. Von Katharina Peetz

Viele Meter über den Staufenplatz hinaus ragen Karussells, eine Achterbahn und - zum ersten Mal seit Langem wieder - das 38 Meter hohe Riesenrad. An den Laternen rund um den Staufenplatz lehnen viele Fahrräder und auch einige kleine Laufräder. Trotz des frühlingshaften Wetters und der vielen Besucher hält sich das Gedränge bei der Eröffnung der Osterkirmes aber noch in Grenzen. Besonders Familien mit Kinderwagen profitieren davon. Romy Seifert (37) ist zusammen mit ihrer zweijährigen Tochter Mara und deren Vater Jan Koncar (36) auf der Kirmes. Die 37-Jährige genießt die Bewegungsfreiheit auf dem Staufenplatz: "Es ist sehr viel Platz hier, das ist selten auf der Kirmes."

Eine breite Auswahl an Attraktionen gibt es dennoch, auch für kleine Kinder - zum Beispiel das Kasperletheater. Andächtig lauschen die Kleinen der Vorstellung im Zelt, schreien aber auch mal kräftig aus vollem Leibe, wenn Kasperle sie dazu auffordert. Ruhiger und bedächtiger geht es beim Entenangeln zu: Wahlweise stehen Mama oder Papa hinter den Kleinen und halten sie fest. Ansonsten würden sie von der Theke leicht ins Wasser plumpsen beim Versuch, eine gelbe Ente zu erwischen und ein Kuscheltier zu gewinnen. Für ältere Kinder und Erwachsene gibt es Kirmesklassiker wie ein begehbares Geisterhaus, den Schießstand oder die sich selbst überschlagende Schiffschaukel.

Mark May, Mara Seifert mit Vater Jan Koncar, Romy Seifert mit Lea, Tochter von Gerrit Birkemeyer (v.l.) finden die Preise "ganz okay". FOTO: rp-fotos (2). hans-jürgen bauer

Die Ticketpreise liegen in der Regel zwischen zwei und vier Euro, Kinderpreise sind teilweise ermäßigt. An vielen Fahrgeschäften wird ein Rabatt gewährt, wenn man mehrere Tickets auf einmal kauft. Die kleine Mara Seifert fährt gerade eine Runde im Circus-Karussell. "Hier auf dem Karussell kann man für zehn Euro acht Mal fahren, das finde ich okay", sagt Mutter Romy. Zumindest im Vergleich zu anderen Kirmessen sei die Osterkirmes nicht allzu teuer. Maras Vater Jan Koncar gibt zu bedenken: "Na ja, ein Lolli für 2,50 Euro - das ist ganz schön viel." Zumal die zweijährige Tochter ihn nur zur Hälfte gegessen habe und der Rest in der Mülltonne gelandet sei, erklärt er lachend.

Die süßen Verlockungen für Kinder halten sich auf der Osterkirmes in Grenzen. Natürlich gibt es Zuckerwatte, Mandeln, Lutscher und weitere typische Süßigkeiten. Das Verhältnis von Essensständen und Fahrgeschäften ist aber ausgeglichen. Eine große Zuckerwatte kostet drei Euro. Die gönnt sich auch Familie Was. Bozena Was (34) ist mit ihrer vierjährigen Tochter Lilia, ihrer Schwester und deren drei Kindern unterwegs. "Wir haben eigenes Essen von zu Hause dabei", erklärt Was. Die Preise auf der Kirmes seien sehr hoch, nur bei der Zuckerwatte mache sie eine Ausnahme.

Die Achterbahn "Speedy" ist mit ihrer überschaubaren Höhe und der eher gemäßigten Fahrgeschwindigkeit ein Fahrgeschäft für die ganze Familie. Eine vierköpfige Familie zahlt hier zehn Euro für die Tickets. Kommen dann noch Currywurst und Pommes für jeden dazu, ist man schnell bei insgesamt 34 Euro. Zum Nachtisch gibt es dann vielleicht noch Crêpes mit Nutella - 3,50 Euro pro Person - und schon ist die 50-Euro-Marke fast geknackt.

Dabei sind die Highlights der Kirmes noch gar nicht abgedeckt: Besonders beliebt, aber auch teuer ist das Trampolinspringen an Gummi-Seilen. Die vierjährige Lilia zerrt schon ungeduldig an der Hand ihrer Mutter. "Einmal Springen kostet fünf Euro - das finde ich sehr teuer", sagt Bozena Was. Dafür macht es augenscheinlich sehr viel Spaß, und zwar für alle Altersklassen: Während sich einige Mutige viele Meter in die Höhe katapultieren, drücken sich kleinere Kinder eher vorsichtig vom Trampolin ab. Ein weiterer Höhepunkt der Kirmes ist die Fahrt im Riesenrad. Kostenpunkt: 2,50 Euro für Kinder, 3,50 Euro für Erwachsene. Das Geld lohnt sich, findet Romy Seifert: "Die Fahrt auf dem nostalgischen Riesenrad war total schön."

Quelle: RP
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