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Hamm
CDU schlägt Kompromiss für "Böck-Projekt" vor

Hamm. Die CDU-Ratsfraktion will die Baupläne für das Projekt "Beiderseits hinter der Böck" in Hamm von der Verwaltung überarbeiten lassen. Dabei soll das Plangebiet in West und Ost aufgeteilt werden. Dort soll es möglichst keine zweigeschossigen Häuser geben. Die CDU stellt sich mit ihrem Vorschlag an die Seite der Mehrheit der Hammer Bevölkerung, die in den vergangenen Wochen gegen eine ausufernde Wohnbebauung protestiert hatte.

Die CDU nähme die Sorge der Bürger sehr ernst, so Fraktionschef Rüdiger Gutt. "Unser Kompromissvorschlag für den Planungsausschuss Anfang Mai sieht einen gemäßigten Wohnungsbau vor. Wir wollen den dörflichen Charakter von Hamm unbedingt erhalten" sagt er. Dialogverfahren Wichtig ist für Gutt, das Vertrauen in die städtische Planung wiederherzustellen: "Ich habe es persönlich erlebt: Viele Menschen in Hamm ärgern sich, weil die Verwaltung vom ursprünglichen Ergebnis des kooperativen Dialogverfahrens mit den Bürgern abgewichen ist." Daran solle sich die Stadt wieder orientieren. Nur so sei in absehbarer Zeit eine geordnete Entwicklung von Hamm machbar, so Gutt. Teilgebiete Konkret regt die CDU an, das Plangebiet südlich der Fährstraße in West und Ost zu teilen. Alexander Fils, Vorsitzender im Planungsausschuss, erläutert: "Im Ostteil zwischen Hinter der Böck und Aderkirchweg sollen möglichst nur eingeschossige Häuser entstehen." Zudem sollte es möglich sein, dort auch nur einzelne Abschnitte zu bebauen, damit ansässige Betriebe nicht schließen müssen. "Im Westteil zum Rhein hin soll das laufende Plan- und Umlegungsverfahren fortgesetzt werden. Auch hier am liebsten ohne Mehrgeschossbauten.", sagt Fils. Verkehrsinfarkt Das von den Bürgern befürchtete Verkehrschaos ist auch Thema einer Anfrage, die ebenfalls im Mai im Planungsausschuss gestellt wird. Fils erklärt: "Schon heute klagen die Hammer über enge Straßen, zugeparkte Bürgersteige und Staufallen. Noch mehr Verkehr durch Neuzuziehende überfordert Hamm." Die CDU wolle wissen, wie viele Wohneinheiten im Gebiet durch Baulückenschließung und Straßenrand-Bebauung zusätzlich zum Projekt hinzukommen, so Fils. Für das Gesamtareal soll das erwartete Verkehrsaufkommen geschätzt werden, um daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen.

(alsa)
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