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Hamm
Umstrittenes Bauprojekt: Stadt stellt Vorschläge vor

Hamm. Viele Hammer stehen den Plänen kritisch gegenüber und hatten deswegen um einen Platz in der Empfehlungskommission gebeten. Von Semiha Ünlü

In Hamm blicken viele Menschen mit Sorge auf den 19. Januar. Dann wird die Stadt ab 18 Uhr in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums die finalen Konzepte für die Erschließung und Bebauung eines 22 Hektar großen Areals der Öffentlichkeit vorstellen und im Anschluss eine Empfehlungskommission den Siegerentwurf auswählen.

Worum geht es bei den Plänen genau?

Die Stadt hat ein großes Interesse an dem gut 22 Hektar großen Areal in Hamm zwischen Aderkirchweg, Fährstraße, Auf den Steinen und Hinter der Böck: Es gibt kaum einen anderen Ort in der Landeshauptstadt, in dem es noch so große Freiflächen gibt. Da der Wohnraum in der Stadt bekanntlich knapp, ist, will die Stadt bauen.

Warum sorgen sich die Hammer?

Bereits zu Anfang der Planungen waren die Stadtplaner auf Widerstand bei den Hammern gestoßen, die den dörflichen und landwirtschaftlichen Charakter ihres Stadtteils erhalten wollen. Teams aus Stadtplanern und Landschaftsarchitekten hatten deswegen im Zuge einer Öffentlichkeitsbeteiligung mit Anliegern, Eigentümern und weiteren Betroffenen gesprochen und Konzepte entwickelt. Viele Hammer loben die Stadt für dieses sogenannte Dialogverfahren, bemängeln aber unter anderem, dass allen Entwürfen ein realistisches Verkehrskonzept fehle und die Zeit, um Änderungsvorschläge einzureichen, insgesamt zu knapp gewesen sei.

Zudem sind viele Anwohner und Gewerbetreibende über die Absage seitens des Düsseldorfer Planungsamts enttäuscht, einen Platz in der Empfehlungskommission zu bekommen und somit keinen Einfluss auf die Ermittlung eines Siegerentwurfs zu haben.

Die einhellige Meinung bei vielen Anwohnern: Ohne Hammer Beteiligung in der Kommission werde das Projekt allein schon wegen der fehlenden Ortkenntnis der Kommissionsmitglieder letztlich scheitern.

Wie reagiert das Planungsamt?

Die Behörde hatte eine Öffentlichkeitsbeteiligung eingeleitet. Zudem hat Planungsleiterin Ruth Orzessek-Kruppa darauf hingewiesen, dass man die Empfehlungskommission in ihrer Funktion nicht überbewerten solle. Sie sei als eine Art "Filterinstanz" zu sehen, die einen Entwurf auswählt. Doch die Entscheidung, ob und wenn ja in welcher Form die Erschließung und Bebauung vor Ort erfolgt, werde wie üblich letztlich auf politischer Ebene gefällt.

Quelle: RP
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