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Hassels
46 Jungs, acht Betreuer, viele Fußbälle

Hassels. Erstmals hat sich die SG Benrath-Hassels für ein Ferien-Fußballcamps einen Kooperationspartner gesucht, die Sport- und Fußballschule "Be one sports". Die arbeitet zudem eng mit "Hassels fit" zusammen. Von Andrea Röhrig

54 hungrige Mäuler hat Sandra Löper derzeit zu stopfen. Und auch in kleine Mägen passt eine Menge rein, besonders wenn man sich vorher viel an der frischen Luft bewegt hat.

Seit Dienstag schlagen in dem Bistro des Gesundheitszentrums "Hassels fit", das sie und ihr Mann Udo betreiben, jeden Mittag die Teilnehmer des Fußballcamps auf: 46 Jungen im Alter zwischen sechs und 13 Jahren und ihre acht Betreuer. Doch bevor es an den gedeckten Tisch geht, stehen die Trainingseinheiten auf der Bezirkssportanlage Am Wald an.

In der Vergangenheit hatte die SG Benrath-Hassels die Fußballcamps auf der Anlage aus eigener Kraft angeboten. Doch seit René Merken im Oktober 2016 den Verein verlassen hat, war zunächst einmal nicht klar, wie es mit diesem Angebot auf der SG-Anlage weitergehen könnte. Es gab Gedankenspiele, aber nichts Konkretes, sagt Dieter Löhe, stellvertretender Vorsitzender.

Löper und Merken kennen sich seit vielen Jahren: "Ich habe schon unter ihm Fußball gespielt", sagt Löper. Mit dutzenden Kindern quasi im Gepäck verließen sie vor drei Jahren den SFD im Streit, um gemeinsam bei der SG neu anzufangen. Merken trainierte die erste Mannschaft, Löper die D-Jugend. Trotz Merkens Weggang blieb der Kontakt bestehen. Auch, als dieser im Dezember 2016 das Kreisliga-A-Team von Tannenhof übernahm. Zudem ist der Geschäftsführer der SG, Kai Schumacher, zugleich Vorsitzender bei Tannenhof.

Löper: "Merken hat uns die Sport- und Fußballschule "Be one Sports (BOS)" empfohlen; die hatte im vergangenen Jahr ein Ferienangebot auf der Anlage an der Vennhauser Allee". Einer der Mitbegründer der Sport- und Fußballschule ist Tannenhofs Kreisliga-A-Spieler Kevin Leuschner, gelernter Sportfachmann. Gemeinsam mit Sportfachfachfrau Tanja Goetz und Fabrice Djon, der einst für Alemannia Aachen die Fußballschuhe schnürte, ist er auf den Tag genau mit diesem Angebot ein Jahr auf dem Markt. Inzwischen ist Marco Zamboto zu dem Trio dazugestoßen.

Das Feriencamp auf der Anlage Am Wald war ein erster Versuchsballon, sagt SG-Vorsitzender Wolfgang Monski. Er freut sich über die hohe Teilnehmerzahl. "So viele Kinder hatten wir bei unseren Camps in der Vergangenheit nicht." Die Kosten liegen jedoch höher als bei dem vereinseigenen Angebot. "Allerdings haben die auch einen höheren Betreuungsschlüssel, als wir ihn hatten. Auf sechs Kinder ein Trainer ist schon super", sagt Monski. Die Teilnahme am viertägigen Ostercamp ist mit 139 Euro zu Buche geschlagen. Enthalten waren die Betreuung samt Übungseinheiten zwischen 9 und 16 Uhr, vier Mittagessen sowie ein Satz mit Trikot, Hose und Stutzen pro Person.

Wolfgang Monski kann sich vorstellen, dass die Kooperation weiter geht. Und auch die Verantwortlichen bei BOS haben schon für die Sommerferien ein Camp auf der Anlage Am Wald im Blick. Auf der Tannenhof-Anlage wird es zwei geben. Übrigens sind auch Mädchen willkommen. "In unserem Ostercamp beim FC Tannenhof waren es sogar 13", erzählt Marco Zambuto. www.beonesports.de

Quelle: RP
 
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