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Hassels
Der Bezug beginnt am Donnerstag

Hassels. Rund 80 Zuhörer interessierten sich für die beiden neuen Flüchtlingsunterkünfte in Hassels. Von Maximilian Krone

Bereits am Donnerstag ist es an der Further Straße soweit. Dann ziehen in die dortige Zelthallen-Unterkunft die ersten Flüchtlinge ein. Das verkündete Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch zusammen mit Birgit Lilienbäcker vom Amt für Gebäudemanagement bei einer Informationsveranstaltung am Donnerstagabend im Ernst-Lange-Haus. Trotz tropischer Temperaturen war die Veranstaltung mit rund 80 Zuhörern gut besucht.

Die Unterkunft an der Further Straße bietet Platz für 192 Menschen. Eine zweite Unterkunft auf der Bezirkssportanlage in Hassels, Am Wald, wird dagegen frühestens Ende Juli fertig. Die Zelthallen werden auf dem ehemaligen Ascheplatz aufgestellt. Dort sollen 288 Flüchtlinge unterkommen. Auch bei dieser Infoveranstaltung nutzten die Bürger wieder die Möglichkeit, der Flüchtlingsbeauftragten Fragen zu stellen.

Was wurde gebaut? Beide Unterkünfte bestehen aus Leichtbauhallen, die gedämmt und damit Hitze- und Kältefest sind. Pro Wohneinheit kommen vier Personen unter, in einer Halle sind es 48 Personen.

Wie lange werden die Unterkünfte stehen bleiben? Insgesamt sollen die Unterkünfte nicht länger als zwölf Monate betrieben werden.

Sind die Unterkünfte umzäunt und gesichert? Wie alle Unterkünfte haben auch die beiden neuen Standorte einen 24-Stunden-Pförtner-Dienst. Die Bewohner können also das Gelände jederzeit verlassen, ab 22 Uhr herrscht allerdings Nachtruhe.

Wer wird dort untergebracht? Geplant ist eine Mischung aus Familien und Alleinreisenden.

Wo gehen die Kinder zur Schule? Im Stadtbezirk 9 ist es nicht mehr möglich, Kinder aus Flüchtlingsfamilien wohnortnah in Schulen unterzubringen, daher wird derzeit an Lösungen gesucht. Denkbar sei eine Art Shuttle-Betrieb zu Schulen außerhalb des Bezirks.

Wo sollen die Flüchtlinge einkaufen, da es nur einen Supermarkt gibt?Den Bewohnern ist eine längere Strecke zum Einkaufen zuzumuten.

Entsteht durch die Unterkünfte ein sozialer Brennpunkt? Es ist nicht zu beobachten, dass durch den Zuzug von Flüchtlingen ein sozialer Brennpunkt entsteht.

Wer betreut die Unterkünfte? Die Unterkunft an der Further Straße betreuen Mitarbeiter des DRK, Am Wald wird die Awo vor Ort sein.

Was wird an Sachspenden benötigt? Insbesondere Kochutensilien, also Pfannen, Töpfe, Teller und Besteck werden benötigt.

Werden durch Bauarbeiten beschädigte Flächen wieder hergerichtet? Bei einem Ortstermin werden alle Schäden erfasst und anschließend beseitigt.

Quelle: RP
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