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Hassels
Hasseler Dorffest hat sich fest etabliert

Hassels. Vor einem Jahr starteten die Aktiven im Stadtteil den Versuch, ein eigenes Dorffest auf die Beine zu stellen. Die zweite Auflage war ein voller Erfolg mit gutem Zuspruch von Familien und Unterstützung aus vielen Vereinen des Stadtteils. Von Tino Hermanns

Lena guckte verdutzt. Seilchenspringen kannte die Fünfjährige ja schon, aber mit zwei Seilen, die auch noch gegenläufig gedreht werden, das war neu. Neugierig wir Kinder sind, stapfte sie auf den Stand vom Turnerbund Hassels (TBH) zu und begann zu hüpfen. Und als sie auch noch die englische Bezeichnung "Double Dutch" für die Neuigkeit erfuhr, zeigte sich ein dickes Lächeln auf ihrem Gesicht.

Lena war nicht die einzige, die beim Familienfest in Hassels auf der gesperrten Fröhlenstraße bis über beide Ohren grinste. "Es ist richtig schön hier. Die Kinder können malen, sich schminken lassen, spielen. Die Eltern essen und trinken, klönen", sagt Stefan Sporken. "Das ist genau so wie ich mir ein Familienfest vorstelle. Kein Remmidemmi, nichts Übertriebenes und trotzdem ist für jeden etwas dabei." Das hörten Tobias Kaiser (St. Antonius Kompanie) und Markus Meurer (Gesellschaft Gut Schuss) gerne. Sie gehörten zum achtköpfigen Organisationsteam des Familienfestes. Die St. Antonius Schützenbruderschaft hatte erneut die Verantwortung übernommen. "Wir haben 30 Briefe an Gruppen, Vereine und Organisationen in Hassels verschickt. 16 haben sofort zugesagt, beim Familienfest dabei zu sein, drei weitere haben sich kurzfristig noch gemeldet", sagt Meurer. "Viele Gruppen haben sich wohl das gleiche gedacht wie wir, aber nicht den Mut gehabt, aktiv zu werden", meint Kaiser. So gab es auf der Fröhlenstraße vom Sport des TBH oder Hassels fit, über Kreativangebote wie T-Shirt-, Turnbeutel- oder Taschengestaltung, Informationsstände der Karnevalsgesllschaft Haselholter Jecken, der Grundschulen Hermann-Gmeiner und Selma-Lagerlöf, der Kindertageseinrichtung St. Antonius oder der Hausnotruf der DRK. Für musikalische Untermalung sorgte die Band "Backstage". Action boten die Freiwillige Feuerwehr und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). Sie waren mit ihren Einsatzfahrzeugen, darunter auch ein Rettungsboot, gekommen. Die Kinder konnten sich als Wasserretter oder Petri-Jünger fühlen. "Wir haben gute Kontakte zum Roten Kreuz, zur Feuerwehr und DLRG. Mitglieder der Schützenbruderschaft sind auch gleichzeitig Mitglieder in anderen Vereinen. Das erleichtert die Orga-Arbeit fürs Familienfest", erläutert Meurer.

Ein gewisses Risiko gehen die Hasselaner Schützen ein, denn so ein Fest für den Stadtteil ist nicht kostenlos zu haben. "Beispielsweise der Toilettenwagen kostet und die Band spielt auch nicht umsonst", so Kaiser. "Aber wir sind mit der Besucherresonanz zufrieden und gehen davon aus, dass wir aus dem Essen- und Getränkeverkauf einen kleinen Überschuss erwirtschaften." Die meisten Kosten sind durch einen Sponsorenbeitrag von Vossloh Kiepe und den Verzicht der Stadtwerke auf die Bezahlung des extra aufgestellten Stromkastens gedeckt. Im vergangenen Jahr, bei der Premiere des Familienfestes haben die Schützen sogar jeder der beteiligten Gruppen einen kleinen Betrag ausgeschüttet.

Auch die dritte Auflage des Familienfestes scheint bereits gesichert. "Einige der beteiligten Gruppen, haben ihre Mitwirkung schon wieder angemeldet", sagt Meurer. Und auch Sporken würde wiederkommen. "Solche Aktionen fördern den Zusammenhalt der Menschen im Viertel. Das ist gut", so Sporken.

Quelle: RP
 
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