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Hassels
Kampf gegen Ratten am Kita-Gelände

Hassels. Mit Schlagfallen und Giftködern sollen die Tiere am Außengelände der Kita Wunderland beseitigt werden. Problematische Müllentsorgung verschärft die Situation. Anwohner entsorgen Hausmüll auch auf Sperrmüllbergen. Von Simona Meier

Noch gibt es keine Entwarnung für die Kita Wunderland des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Hassels. Dort ist das Außengelände für die rund 120 Kinder zur Zeit geschlossen, da Ratten auf dem Gelände gesichtet wurden. Bislang bleiben die Kinder deshalb drinnen oder unternehmen kleinere Ausflüge.

Jugendamtsleiter Johannes Horn informierte sich jetzt über die Lage. Demnach hat das DRK den Eigentümer der Immobilie vor ein paar Wochen über den Umstand des Rattenbefalls informiert. "Es sind umfangreiche Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen beauftragt.

Darüber hinaus wurden und werden alle durch die Rattensituation entstandenen Schäden an den Außenspielgeräten, Holzhäusern, Holzhäcksel, etc. beseitigt", sagt der Jugendamtsleiter. Übernommen hat diese Aufgabe die Firma F+M Schädlingsbekämpfungs aus Velbert. Mit Schlagfallen und Giftködern will der Kammerjäger die Ratten beseitigen.

Ursachen für den Befall sollen nach Recherchen des Jugendamtes aus der alten Mieterstruktur der Potsdamer Straße 45 und dem Verhalten der Müllentsorgung kommen. "Hier wurde vom ehemaligen Eigentümer trotz mehrfacher Anschreiben nichts unternommen, so dass sich die Situation verschärfte", sagt Horn.

Der neue Eigentümer der Potsdamer Straße 45 habe die Problematik aber erkannt und auch die Firma zur Ursachenfindung und Schädlingsbekämpfung beauftragt.

Darüber hinaus ändere sich seit der Sanierung des gesamten Quartiers sukzessive die Mieterstruktur und somit auch das Verhalten der Müllentsorgung.

Allerdings zeigen Sperrmüllhaufen an der Altenbrückstraße und an der Potsdamer Straße, auf denen Bewohner auch Hausmüll entsorgen, aktuell ein anderes Bild. "Soweit ich informiert bin, wurden auch noch zusätzliche Personen beauftragt, die den umherliegenden Müll beseitigen, damit die Ursache für die Rattensituation beseitigt wird", sagt Johannes Horn.

Bereits im Sommer 2014 gab es Probleme mit dem Außengelände der Kita Wunderland, weil Anwohner der Hochhäuser Abfall auf der Kita-Anlage entsorgten. Fast täglich landete damals der Müll auf dem Spielgelände. Glasscherben und Kippen waren dabei und auch abgenagte Hühnerknochen fanden sich im Sandkasten. Damals kontrollierten die Erziehrinnen täglich die Außenanlage. Auch damals wurde das Gelände gesperrt, nachdem eine leere Wodkaflasche aufs dem Hochhaus nebenan auf den Boden des Geländes knallte.

Für die Bekämpfung der aktuellen Situation stehen das Deutsche Rote Kreuz und der Eigentümer im engen Kontakt. "Die gesamte Sandschicht wird abgetragen und alle Spielhäuser abgebaut, um eventuelle Rattenwege vernichten zu können. Zur Zeit prüfen wir, ob das Gelände hinter dem DRK-Seniorenzentrum bespielbar ist", teilt DRK-Sprecherin Jasmin Schürgers mit.

Quelle: RP
 
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