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Hassels
Kunstrasenplatz ist dringend erforderlich

Hassels: Kunstrasenplatz ist dringend erforderlich
So sieht der ehemalige Ascheplatz Am Wald jetzt aus. FOTO: wa
Hassels. Die Spielfläche auf der Bezirkssportanlage Am Wald muss nach dem Abbau der Flüchtlingsunterkunft neu gebaut werden. Der Fußballverband hat zudem zahlreiche Mängel an dem Platz festgestellt, auf dem der Bezirksligist spielt. Von Birgit Wanninger

Mit einer Gnadenfrist spielt der Bezirksliga-Aufsteiger SG Benrath-Hassels derzeit seine Saison auf der Platzanlage Am Wald. Doch es könnte die vorerst letzte sein, denn der Fußballverband Niederrhein hat zahlreiche Mängel auf dem Kunstrasenplatz festgestellt und eine Zulassung für die kommende Saison in Frage gestellt.

"Es muss dringend etwas passieren", sagt der stellvertretenden Bezirksbürgermeister, Vorstandsmitglied der SG und ehemaliger Sportamtsleiter Udo Skalnik (SPD), denn der Platz berge inzwischen eine erhebliche Verletzungsgefahr. 2001 sei er gebaut worden und der zweite Platz im Masterplan Sport gewesen, erinnert sich Skalnik - nach dem Platz von Fortuna am Flinger Broich. Der habe inzwischen seinen dritten Belag, während der Platz der SG nur notdürftige Reparaturen bekommen hätte.

Der zweite Platz auf der SG-Anlage, der eigentliche Hauptplatz, gleicht inzwischen einem schlammigen Acker mit tiefen Furchen und ist völlig unbespielbar. Denn dort standen bis in den September die Flüchtlingsunterkünfte auf dem Ascheplatz. Inzwischen sind die vier Leichtbauhallen abgebaut. Aber die Kampfbahn muss dringend saniert werden. Oder besser erneuert.

Als die SG den Platz für die Flüchtlinge zur Verfügung stellte, versicherte die Stadtverwaltung dem Sportverein eine schnelle Wiederherrichtung der Wege auf der Anlage. Diese wurden durch die Bauarbeiten stark beschädigt.

Mehr noch: Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch hatte im April vergangenen Jahres versprochen, dass die Unterkunft nur für ein Jahr betrieben wird. Und dass die SG im Anschluss den Platz neu gemacht bekommt. Durch diesen Deal soll die Sanierung endlich möglich gemacht werden. Dabei hat die Sanierung des Ascheplatzes schon als obere Priorität im Masterplan Sport gestanden.

Damit das Versprechen von Mirian Koch schnell umgesetzt werden kann, hat Skalnik zunächst für die SPD einen Antrag gestellt, der jetzt aber interfraktionell durch die Gremien gehen soll. Schon morgen soll in der Sitzung der zuständigen Bezirksvertretung 9 darüber abgestimmt werden, dass der alte Kunstrasenplatz instand gesetzt werden soll. Und dass kurzfristig der neue Platz gebaut wird, denn alle Rückstellungsgründe seien jetzt nicht mehr gegeben, heißt es in der Begründung. Außerdem werde ein Teil der Hauptkampfbahn, zu der auch Sprunggruben und Laufbahn für die Leichtathletik gehörten, für den Sportkindergarten benötigt, der auf dem Gelände zusammen mit Hassels Fit gebaut wurde.

"Bei der Hauptkampfbahn geht es nicht nur um das Fußballfeld, auch das Tennisfeld und die Laufbahn haben komplett ihre Funktionsfähigkeit verloren", sagt Skalnik. Bei Starkregen werde das Gelände inzwischen komplett unter Wasser gesetzt, sagt. Deshalb habe die Modernisierung der Anlage jetzt obere Priorität. Immerhin spielen neben dem Bezirksligisten der SG Benrath Hassels 19 Jugendmannschaften, drei Seniorenmannschaften und die Alten Herren sowie der FC Kosova auf der Anlage. Außerdem werde die Bezirkssportanlage von den Sportschützen von St. Antonius sowie einigen Grundschulen für den Sportunterricht genutzt.

In dem Antrag, den jetzt die BV 9 trägt, werden auch Wünsche über die künftige Anlage geäußert. So soll neben dem Kunstrasenspielfeld eine Sprintbahn, eine kombinierte Weitsprung- und Beachvolleyball-Anlage gebaut werden. Dinge, die in ähnlicher Form schon vorhanden waren. Außerdem könnte das Ganze mit einer kleinen Skateranlage ausgestattet werden und einer Finnen-Laufbahn. Letzte, so erklärt Skalnik, sei eine Laufbahn, bei der Holzschnipsel verarbeitet werden. Das sei prima für die Gelenke.

"Der Kunstrasenplatz wird dringend und schnell benötigt", sagt er, zumal die SG noch stärker die Jugendarbeit fördern möchte.

Quelle: RP
 
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