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Hassels
Manege frei für die "Hermännchen"

Hassels. 185 Grundschüler der Hermann-Gmeiner Schule in Hassels proben für den großen Auftritt in der Manege. Mit der Zirkusfamilie Sperlich lernen sie Zaubertricks, Akrobatik, spucken Feuer und treten als lustige Clowns auf Von Simona Meier

Seit dem Wochenende steht das große Zirkuszelt unübersehbar auf dem Schulhof. Gemeinsam mit dem Zirkusteam haben es die Eltern der Grundschulkinder dort aufgebaut. Eine Woche lang ist für die Schüler von Klasse eins bis vier der Hermann-Gmeiner-Schule jetzt Zirkuszeit. In altersgemischten Gruppen trainieren sie im Rahmen der Projektwoche für die große Show. "Wir proben mit den Kindern in zwei Gruppen direkt im Zirkuszelt", sagt Maike Cuwalsky, Klassenlehrerin der 1a. Gemeinsam mit ihren Kolleginen hat sie das Zirkusprojekt für die 185 Grundschüler organisiert, die sich die "lustigen Hermännchen" nennen.

Bis zur ersten Vorstellung am morgigen Freitag gibt es noch viel zu tun. Zirkusdirektor Gerhard Sperlich gibt den Kindern Tipps, macht Mut und und lockt verborgenen Talente aus den Schülern: "Zirkus ermöglicht viele Lernprozesse, er macht die Kinder neugierig und motiviert sie", sagt er.

Das ist auch der Grund, warum sich das Kollegium der Grundschule zur Projektwoche in der Manege entschieden hat. "Wir wollen Kinder stark machen", sagt Lehrerin Maike Cuwalsky. Dazu hat jedes Kind ein Projekt ausgewählt, in dem es sich präsentieren möchte. "Ich mache Akrobatik und hänge da mit einer Schaukel in der Luft", sagt Oliver. Dass sein Auftritt nicht alleine, sondern gemeinsam mit den Mitschülern stattfindet, beruhigt ihn, denn Lampenfieber ist natürlich vorhanden.

Die Zaubergruppe übt konzentriert in einem Klassenraum, bevor es dann in die Manege geht. Störungen sind nicht erlaubt, die Tricks müssen geheim bleiben. Dennoch sind Fynn, Emanuel und Jona aus der vierten Klasse unterwegs, fotografieren und sammeln Geschichten für die Zirkuszeitung, die die Schüler der vierten Klassen erstellen. "Wir haben auch schon die Zirkuskinder der Familie Sperlich interviewt", sagen sie. Sie haben dazu Aliyah und Anthony im Zirkuswagen besucht, in dem deren Schulunterricht stattfindet.

Äußerste Konzentration herrscht in der Manege bei den jungen Akrobaten. Sie bauen gemeinsam eine Pyramide. Noch leisten die Profis der Zirkusfamilie Sperlich Hilfestellung, doch schon nach kurzer Zeit schaffen die Grundschüler ihre Nummern dann ganz alleine.

Feuer schlucken, über Scherben und spitze Stacheln laufen, auch das steht in der Projektwoche für einige Jungen und Mädchen auf dem Stundenplan. Dass es funktioniert, hat Andreas selbst festgestellt. Er wagte die ersten Schritte auf Scherben. "Es ist ein großes Gemeinschaftserlebnis mit einer Show am Ende", sagt Lehrerin Maike Cuwalsky. Freitag und Samstag präsentieren die Grundschüler ihre Zirkusvorstellungen vier Mal für Eltern, Verwandte und Freunde. Auch ehemalige Schüler sind dann mit von der Partie. Sie verkaufen im Zirkuszelt kleinen Leckereien aus Bauchläden. 350 Gäste passen in das bunte Zirkuszelt. Zum Start in ihre Projektwoche durften alle Schüler die Vorstellung der Zirkusprofis anschauen. Jetzt stehen sie im Mittelpunkt.

Quelle: RP
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