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Hassels
Mieter in Hassels können bleiben

Hassels. Der Ausschusses für Wohnungswesen und Modernisierungen hat sich in der Sitzung am Montag erneut mit der Hochhaussieldung in Hassels beschäftigt. CDU-Ratsmitglied Klaus-Dieter Lukaschewski hatte von der Verwaltung einen aktuellen Sachstand erfragt. Seit Mai lässt der neue Eigentümer die Wohnungen vor allem energetisch modernisieren. Diese Kosten darf er nach einem bestimmten Schlüssel auf die Miete umlegen. Michaelo Damerow, Geschäftsführer des Mietervereins, vertritt die Interessen einiger Mieter. Noch habe es keine schriftlichen Mieterhöhung gegeben, sagte er im RP-Gespräch. In einem Fall sei zunächst angekündigt worden, dass die Miete auf 10,27 Euro pro Quadratmeter hätte steigen sollen - von derzeit etwa 6,50 Euro. Inzwischen habe dieser Mieter das Angebot erhalten, dass er nun "nur" noch neun Euro pro Quadratmeter zahlen soll.

Aber auch diese Erhöhung liegt in den Fällen, in denen die Bewohner Leistungsempfänger (etwa Hartz IV) sind, oberhalb der Grenze, in dem die Stadt normalerweise Unterkunftskosten trägt. Weil aber weder das Sozialamt noch das Job-Center wollen, dass mehrere hundert Menschen aus ihren Wohnungen raus müssen, hat die Stadt signalisiert, diese vom Vermieter nun vorgeschlagene Erhöhung zu akzeptieren. Denn preiswerte Wohnungen sind in Düsseldorf Mangelware. Und genau das weiß auch der Eigentümer. Jeder Fall werde aber einzeln geprüft, hatte der Sprecher des Job-Centers auf RP-Anfrage mitgeteilt. Für Matthias Herz, wohnungspolitischer Sprecher der SPD, ist das Vorgehen des Eigentümers eine "Sauerei allersten Ranges".

(rö)
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