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Hassels
Mit viel Spielfreude "König David" auf die Kirchenbühne gebracht

Hassels. Schüler der katholischen Hermann-Gmeiner-Grundschule hatten seit Wochen mit Johannes Koop, dem Kantor der St.-Antonius-Kirche, geprobt. Von Horst Schaumann

Aufgeregtes Stimmengewirr füllte die Kirche St. Antonius in Hassels am Sonntag lange vor Beginn der Aufführung. Eltern, Großeltern und viele Kinder waren gekommen, um vielen Kindern zuzuhören und zuzusehen. Die standen hinter und neben dem Altar, bildeten einen großen Chor. Pfarrer Antony Manickathan begrüßte hocherfreut die Zuhörer, welche die Kirche komplett füllten und wünschte den Akteuren gutes Gelingen.

Eine Geschichte aus dem Alten Testament hat der Düsseldorfer Kantor und Komponist Klaus Wallrath mit weiteren Beteiligten in einem biblischen Singspiel zu einem Kindermusical verarbeitet: David wird König. Geschildert werden die Nöte der Menschen zur Zeit der Regierung von König Saul, der mehr oder weniger geistig umnachtet ist. Die Philister drohen mit Krieg, das Volk muss sparen für den Krieg. Von Saul fordern die Feinde einen Krieger zum Zweikampf mit Goliath. Das wird nach langer Suche David, der mit Gottvertrauen in den Kampf zieht, gewinnt und schließlich König wird.

Mit großer Spielfreude waren die Kinder an die Aufgabe herangegangen, hatten viel Probenzeit auf sich genommen. Entsprechend konnte sich die Aufführung hören und sehen lassen. Alle Kinder der KGS Hermann-Gmeiner-Schule mit ihren Klassenlehrerinnen bildeten den Chor und stellten die Solisten, Kantor Johannes Koop hatte die Gesamtleitung. Ein Instrumental-Ensemble mit Constanze Kerstan (Geige), Simone Hauprich (Klarinette) und Elisabeth Fleger (Klavier) sorgte für die Musik, die mit starken Klezmer-Anleihen die Hörer ins Heilige Land versetzte. In fünf Szenen ist das Werk gefasst, das in kindgerechten Bühnenbildern aufgeführt wurde.

Toll rappten die Marktfrauen ihr Angebot von Äpfeln, Feigen und Datteln. Sie sangen mit Bezug auf die heutige Zeit "Von Geld für Familie gibt's gar keine Spur, man spart an der Schule und an der Kultur", rhythmisch präzise fiel der Chor ein mit "Sparen, sparen". Debora sang vom Apfel, der gemein schmeckt, klangstark kritisierte dazu der Chor den König: "Saul, Saul, König Saul, irgendwas ist ziemlich faul".

In seinem Palast wohnt König Saul in Gold und Pracht, von Ängsten geplagt. "Doch in seinem Herzen herrscht dunkle Nacht" singt dazu der Chor. Doch Hoffnung naht in Gestalt von David, der da singt "Ich will das Morgenrot wecken gegen den Schrecken". Am Ende singt das der ganze Chor und ergänzt "Wach auf meine Harfe, wach auf Saitenspiel, nah ist das Ziel".

Großer Schlussbeifall war der Lohn für die gelungene Aufführung der Kinder, besonders aber für die 15 Solisten, die ihre Sache sehr gut machten. Aber auch vom Bühnenbild über die Tontechnik bis hin zur Regie von Katrin Wesendonk hatte alles gut geklappt. Schließlich gab es für alle Beteiligten ein dickes Lob von Schulleiterin Grunewald-Woitscheck und ein kleines Geschenk.

Eine weitere Aufführung des Musicals gibt es am Sonntag, 6. November, um 17 Uhr an gleicher Stelle.

Quelle: RP
 
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