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Hassels
Saison zwischen Hoffen und Bangen

Hassels. Bei der SG Benrath Hassels kicken inzwischen 300 Kinder. Ziel der Ersten Mannschaft ist, in der Kreisliga A zu bleiben. Von Helmut Senf

"Was wir in den vergangenen zwei Jahren in der Fußballabteilung erreicht haben, ist enorm", erklärt René Merken, Trainer des A-Kreisligisten SG Benrath-Hassels. Jugend- und Seniorenabteilung verzeichnen eine unverkennbar positive Entwicklung. Rund 300 Kinder kicken in 16 Jugendmannschaften. "Der Anmelde-Trend ist ungebrochen", bestätigt Pressesprecher Hans Dieter Löhe. Bestes Beispiel: Der Andrang bei den Jüngsten macht es notwendig, ein drittes Bambini-Team aufzustellen. Löhe: "Wir könnten noch mehr Trainer gebrauchen." Die Seniorenmannschaft behauptet in der Kreisliga A kurz vor der Winterpause Tabellenrang sechs. Die Weichen für eine rosige Zukunft scheinen gestellt.

Voraussetzung für eine langfristig positive Perspektive ist unter anderem der Verbleib der Herren-Formation in der Kreisliga A. "Der Klassenerhalt ist keineswegs schon gesichert", warnt Löhe. Die aktuelle Liga-Reform lässt nahezu die gesamte Konkurrenz wohl bis zum Saisonende zittern. Vier Absteiger gibt es garantiert. Der Zehntplatzierte muss mit einer Relegation rechnen. "Bei der derzeitigen Tabellenlage in der Bezirksliga würde aber selbst Rang zehn den sicheren Abstieg bedeuten", betont Löhe - wenn, wie derzeit, mit mehr als nur einem Bezirksliga-Absteiger aus dem Fußballkreis Düsseldorf zu rechnen ist. In diesem Fall muss der Neunte in die Relegation.

Für Trainer Merken ist eine möglichst frühe Sicherung des Klassenerhalts wichtig, weil dies die Planungen für die Saison 2016/17 erleichtert. "Ich will mehr", sagt der 54-Jährige. "Ich will in der nächsten Saison nicht wieder nur gegen den Abstieg spielen." Damit Merken rechtzeitig Planungssicherheit bekommt, muss seine Mannschaft allerdings mehr Konstanz zeigen. "Im Spiel gegen TuS Gerresheim haben wir kämpferisch und spielerisch überzeugt", lautet sein Lob. In der Partie zuvor beim Bezirksliga-Absteiger SV Hilden-Nord hagelte es eine 1:4-Klatsche mit drei Gegentreffern binnen 180 Sekunden.

Die Abwehrkette ist der Aktivposten im SG-Team. Mit Roland Motak, Eugen Filtschenko und Michael Oehlschlägel für die Innenverteidigung sowie André Küster, Denis Idrizi und Dennis Boateng für außen stehen Merken sechs Defensivakteure zur Rotation zur Verfügung. Sorgen bereitet die Torhüterposition. Thorsten Pyka fehlt aufgrund seiner Bundeswehrstationierung in Hamburg häufig beim Training. Immerhin: Alte-Herren-Keeper Dirk Föhring erwies sich als guter Ersatz.

Im Mittelfeld hat sich Patrick Trautner neben Necati Ergül und Sascha Hofrath zu einem unverzichtbaren Spielführer gemausert. "Er ist seit vier Spielen unser Bester", behauptet Merken. In der Offensive fehlt der SG ein Torjäger. "Wir haben keinen Knipser", klagt Merken. Neben Sascha Hofrath (sechs Tore) haben sich Jeff Jordan, Kingsley Onomah Annointing und Trautner fünfmal in die Torschützenliste eingetragen. Merken: "Wir lassen zu viele Chancen ungenutzt."

Quelle: RP
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