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Hassels
Schon 5700 Euro für den Posaunenchor in Hassels

Hassels. Nach dem Diebstahl von sechs Blasinstrumenten ist die Spendenbereitschaft groß.

Jörg Schröder, Leiter des Posaunenchores in Hassels, ist von der Resonanz nach seinem Spendenaufruf überwältigt. "Wir sind gerührt von all der Hilfe. Bisher wurden mehr als 5700 Euro gespendet." Ende November sind Unbekannte in die Anbetungskirche Hassels eingebrochen und haben Instrumente im Wert von mehr als 10.000 Euro gestohlen

"Die meisten Leute haben spontan gespendet, nachdem sie den Bericht in der Rheinischen Post gelesen haben", berichtet er: "Eine ältere Dame sprach uns nach dem Gottesdienst an und übergab uns ein großes Weckglas voll mit Münzen, die sie seit Monaten angespart hatte." Eine Benratherin hat dem Chor sogar die Posaune ihres verstorbenen Vaters angeboten. Andere haben in ihrer Nachbarschaft um Hilfe gebeten. Wie auch eine Dame aus Hassels: "Sie ist zu ihrer Eigentümergemeinschaft gegangen und hat dort für uns gesammelt", erzählt Schröder. Von dem Geld sollen schon mal zwei der sechs Blasinstrumente ersetzt werden - eine Trompete sowie das Flügelhorn. Zur musikalischen Vesper in der Benrather Dankeskirche am 16. Dezember, werden die Neuanschaffungen aber noch nicht verfügbar sein. "Wir vergleichen noch Angebote. Anschließend müssen die Musiker probespielen. Das ist wie beim Auto. Da muss man mal drin gesessen haben, bevor man sich zum Kauf entscheidet".

Mit der Versicherung ist Jörg Schröder im Gespräch: "Da ist noch nicht alles geklärt. Es sieht aber so aus, dass wir nur den Istwert statt des Neubeschaffungswertes der Instrumente erhalten". Zu der Tat hat der Chorleiter keine neuen Erkenntnisse. Auch seine Recherche blieb bislang erfolglos: "Ich habe bei Geschäften gefragt, ob ihnen Instrumente angeboten wurden. Auch auf Onlinebörsen bin ich auf der Suche." Bislang gibt es keine Spur.

(mam)
 
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