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Hassels
SG-Trainer René Merken zurückgetreten

Hassels. Als Grund nennt der 56-Jährige "persönliche Gründe". Als Nachfolger steht bereits Co-Trainer Andreas Kober fest. Von Helmut Senf

René Merken ist beim A-Kreisligisten SG Benrath-Hassels überraschend von seinem Posten als Trainer zurückgetreten. Der Coach zog damit offenbar die Konsequenz aus den beiden jüngsten Niederlagen seiner Kicker beim Garather SV (1:4) und gegen SP.VG. Hilden 05/06 (1:4), wodurch die Hasselaner in der Tabelle von einem Spitzenplatz auf Rang acht zurückgefallen sind.

Als Nachfolger wird künftig Co-Trainer Andreas Kober das Seniorenteam der Hasselaner betreuen. Am Montagabend hatte Merken den Vereinsvorstand über seine Entscheidung informiert, für die der Versicherungsmakler "persönliche Gründe" anführte. Am Dienstag erfolgte der Abschied von der Mannschaft. Bereits nach der Auswärtsschlappe am Sonntag in Hilden hatte Merken Rücktrittsabsichten angedeutet. "Ich frage mich, ob ich die Mannschaft noch erreiche", erklärte der 54-Jährige nach dem Spiel gegenüber unserer Zeitung.

Die Hasselaner haben schnell reagiert: Als Nachfolger für René Merken wird künftig Co-Trainer Andreas Kober das Seniorenteam der SG betreuen. Jugendleiter Horst Nießen fungiert weiterhin als Mannschaftsbetreuer und unterstützt den 31-Jährigen bei seiner neuen hauptamtlichen Tätigkeit.

Vier Jahre war Merken für die erste Mannschaft der SG als Übungsleiter verantwortlich; er war vom SFD 75 gekommen. "Der Verein bedauert den Rücktritt, der uns völlig überrascht hat", betont Vereins-Vize und Pressesprecher Hans Dieter Löhe. Man habe intensiv versucht, Merken zum Verbleib als Trainer zu überreden. Die Trennung sei einvernehmlich vollzogen worden. Löhe: "René Merken wird der SG Benrath-Hassels weiter die Treue halten und in späterer Zeit auch wieder eine Aufgabe im Verein übernehmen." Merken selbst war gestern nicht zu erreichen.

Defensivakteur Sascha Hermanns, der vom Rücktritt durch eine Mitteilung von Spielführer Dennis Kronenberg in einer WhatsApp-Gruppe über die personelle Änderung erfahren hat, bedauert Merkens Entschluss. "Ich finde den Rücktritt von René Merken sehr schade." Am Trainer, so versichert er ausdrücklich, habe es nicht gelegen, dass sich die SG aktuell auf Talfahrt befindet. "Das waren zwei blöde Niederlagen", urteilt Hermanns über die unplanmäßigen Auswärtspleiten und fügt selbstkritisch an: "Da müssen wir uns als Spieler an unsere eigene Nase fassen." Die Einstellung habe zuletzt einfach nicht gestimmt, räumt Hermanns ein. Auch sei die Trainingsbeteiligung, gemessen an dem formulierten Anspruch, in der Liga oben mitzuspielen zu wollen, oftmals zu gering gewesen. Sechs Punkte beträgt nach elf Spieltagen der Rückstand auf Tabellenführer Tusa 06. Eine Distanz, die bis zum Saisonende durchaus aufgeholt werden kann. Hermanns: "Einer Zusammenarbeit mit dem neuen Trainer steht die Mannschaft aufgeschlossen gegenüber."

Der Verein spricht dem Merken-Nachfolger sein volles Vertrauen aus. "Wir gehen jetzt nicht weiter auf Trainersuche", unterstreicht Löhe. Ein Wechsel des Co-Trainers auf den Posten als Chefcoach sei in einem solchen Fall schließlich auch in der Bundesliga eine übliche Vorgehensweise. Kober, der erst seit Saisonbeginn als Merkens rechte Hand im Amt war, hatte bei der SG zuvor das Torwarttraining geleitet. Als Co-Trainer war der ehemalige Keeper zuvor gemeinsam mit Toni Munoz beim Garather SV und beim OFC Solingen tätig.

Quelle: RP
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