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Heerdt
120 Trampoline für Heerdt

Heerdt: 120 Trampoline für Heerdt
Holger Zdora hat schon alles genau vor Augen, wenn er in der großen, leeren Halle in Heerdt steht. FOTO: hans-jürgen bauer
Heerdt. Holger Zdora will in einer ehemaligen Lagerhalle an der Willstätterstraße auf 4500 Quadratmetern einen Trampolinpark eröffnen. Spätestens im Januar sollen die ersten Besucher die Anlage ausprobieren können. Von Nicole Kampe

Die Wände sind kahl, die Fenster schmutzig, ein Echo hallt durch die leeren Hallen. Ein paar Werkzeuge liegen auf dem Boden, in einer Ecke sind Schreibtische und Regale gestapelt. Holger Zdora zieht an einer Kordel und öffnet das Tor zum hinteren Teil des Areals, kalte Neonröhren leuchten an der Decke. "Die hängen noch ein bisschen tief", sagt Zdora. Dass es einmal bunt und laut und witzig wird an der Willstätterstraße, mag sich jetzt noch keiner vorstellen können. Außer Holger Zdora, der, wenn er am Eingang zur großen Halle steht, schon ein genaues Bild in seinem Kopf hat; links wird das Bistro seinen Platz bekommt, und der Ninja-Warrior-Hindernisparcours verläuft rechts, dahinter sind die Duschen und Büros geplant. Dazwischen sollen Trampoline stehen, 120, 130 Stück. Das wird das Hauptgeschäft von Zdora sein, das er im besten Fall noch in diesem Jahr eröffnet.

Vor ein paar Jahren hatte Holger Zdora, der eigentlich aus dem Fashionbereich kommt, in den USA einen Trampolinpark besucht. Sofort war er begeistert, und seitdem haben mehr als 600 solcher Parks in Nordamerika eröffnet - jeden Monat kommen neue hinzu. So etwas braucht Deutschland auch, dachte sich Zdora damals und fand in diesem Jahr die leerstehende Halle an der Willstätterstraße 12, "in der vorher wohl Medikamente gelagert wurden".

Mitten im Gewerbegebiet liegt die Adresse - noch. "Drumherum entstehen viele Neubaugebiete", sagt Zdora. Außerdem hat er bisher nicht viel Konkurrenz im Umland - Menschen aus Krefeld, Mönchengladbach, Neuss haben es nicht weit bis nach Heerdt. Dass im Frühjahr Air Hop in Flingern eröffnet hat, "kann man nicht vermeiden", sagt Holger Zdora. Düsseldorf ist in seinen Augen attraktiv genug für zwei solcher Anlagen.

Zwei Millionen Euro werden Zdora und seine Pro Jump GmbH in die Anlage investiert haben, wenn sie Eröffnung feiern. Im Mittelpunkt wird der große Main Court liegen mit seinen vielen aneinandergereihten Trampolinen. Eine Halfpipe soll eingebaut werden, auf der die Besucher zwischen schräg montierten Trampolinen hin und herspringen können. Außerdem wird es ein sogenanntes Battle-Beam geben - einen Balken, der über Schaumstoffpolster verläuft und auf dem sich zwei Kontrahenten mit überdimensional großen Wattestäbchen versuchen runterzustoßen. Für Kinder eine riesen Gaudi. Aber Zdora denkt nicht nur an die jungen Besucher - er will auch ein Fitness-Angebot schaffen, das für Erwachsene attraktiv ist. Konkurrenz für das benachbarte Fitnessstudio soll der Trampolinparcours aber keine sein. "Wir werden einige Trainer einstellen", sagt der Planer, Kurse für die Kondition soll es geben oder auch Lernkurse für Tricks wie Salti, Schrauben und Flickflacks.

Von 10 bis 20 Uhr wird der Park täglich geöffnet haben, an den Wochenenden sicher auch mal länger, "wenn wir zum Beispiel eine Disco organisieren", sagt Zdora. Weihnachtsfeiern oder Kindergeburtstage können gefeiert werden - ganz günstig wird das nicht sein, weiß auch Zdora. Für eineinhalb Stunden Springen und zweieinhalb Stunden Tischreservierung mit Pizza und Getränkeflat sollten Eltern mit 25 Euro pro Kind rechnen.

Quelle: RP
 
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