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Heerdt/Meerbusch
Anschluss Böhlerstraße liegt im Zeitplan

Heerdt/Meerbusch: Anschluss Böhlerstraße liegt im Zeitplan
Die Verlängerung der Böhlerstraße (unten) trifft auf die Neusser Straße (Meerbusch). Über die neue Kreuzung geht es weiter zu A 52 (links) . FOTO: Christoph Reichwein
Heerdt/Meerbusch. Vor einem Jahr begannen die Arbeiten für den Ausbau des Böhlerwegs. Voraussichtlich im Frühsommer 2018 soll er fertig sein. Der Endspurt an der Kreuzung Kevelaerer- und der Meerbuscher/Neusser Straße hat begonnen. Von Heide-Ines Willner und Anke Kronemeyer

Mit Hochdruck wird am Autobahnanschluss Böhlerstraße an die A52 gearbeitet. Trotzdem müssen die Autofahrer, die von der B7 abfahren und Richtung Heerdt wollen, viel Geduld aufbringen. Denn die Kreuzung ist mit Baken zugestellt. Es gibt nur noch eine Fahrspur links zur Kevelaerer Straße und rechts zur Neusser Straße in Meerbusch. Bei einer Ortsbesichtigung können sich alle ein Bild von den Arbeiten machen, die nun schon so weit fortgeschritten sind, dass die künftige neue Kreuzung zwischen Düsseldorf und Meerbusch gut zu erkennen ist. Dazu wurde die Zufahrt nach Büderich um einige Meter nach Westen verschwenkt. Dieser Bereich soll in wenigen Tagen - je nach Wetter - mit einer neuen Asphaltdecke versehen fertig sein.

"Wir sind genau im Zeitplan", bestätigt Matthias Unzeitig vom Meerbuscher Fachbereich Straßen und Kanäle. "Für diesen Abschnitt hätten wir sogar noch einen Zeitpuffer bis Ende September gehabt. Wenn alles klappt, sind die Arbeiten in gut zehn Tagen mit dem Straßenstück an der Kreuzung Neusser Straße (Meerbusch) fertig." Einziger Wermutstropfen bisher: Die Abfahrt Richtung Büderich musste am vergangenen Wochenende gesperrt werden. Bauleiter Wolfgang Berg hat aber festgestellt: "Die Anwohner sind guter Stimmung. Es hat keine Beschwerden gegeben." Zumal ja zum Schutz der Bewohner auf Heerdter Seite, entlang der neuen Wohnbebauung und der Kindertagesstätte "Die Buschmäuse" kürzlich eine drei Meter hohe Lärmschutzwand installiert worden sei.

Apropos Lärmschutzwand: Noch immer ist für den Ökotop-Verein unverständlich, dass die Stadt es abgelehnt habe, sie um 80 Meter, bis zum Ende der verlängerten Böhlerstraße, zu verlängern. Daran haben auch 1000 Unterschriften für mehr Lärmschutz nichts geändert. Die Stadt begründete ihre Absage damit, dass es sich bei den 80 Metern um eine extensiv genutzte Grünfläche handele, für die kein Rechtsanspruch auf Schallschutz bestehe. Sonja Tyborski und Mattes Wallenfang vom Ökotop-Verein hatten darum gebeten, "das einzigartige ökologische Projekt mehr wertzuschätzen". Auch der Vorschlag von Wallenfang, statt Lärmschutzwand den begrünten Wall entlang der B7-Abfahrt Richtung Meerbusch durch weitere Erd-Aufschüttungen fortzuführen, wurde abgelehnt. Vereinsmitglieder hatten für die Abschottung gesorgt, um Pflanzen und Tiere des Ökotops vor den Auswirkungen des Verkehrs zu schützen.

Seit knapp 30 Jahren planen Düsseldorf und Meerbusch, die Böhlerstraße, die zwischen Hansaallee und Krefelder Straße verläuft, an die A52 anzuschließen. Ziel ist es, sie über die Krefelder Straße hinaus um etwa 700 Meter zu verlängern. Zu Lasten des Böhlerwegs, der bislang nur für Spaziergänger, Radfahrer und Traktoren zugänglich war.

Das Verfahren allerdings schleppte sich hin, weil auch die Kostenverteilung nicht geklärt war. Im vergangenen Jahr war es soweit, trafen sich Oberbürgermeister Thomas Geisel und Meerbuschs Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage zum ersten Spatenstich. Im Frühsommer 2018 soll das Bauprojekt Böhlerstraße dann endlich abgeschlossen sein. Die Kosten in Höhe von 9,4 Millionen Euro teilen sich Düsseldorf und Meerbusch. Denn beide Gemeinden profitieren vom Anschluss wegen der neuen Wohnquartiere, die rechts und links der Böhlerstraße entstehen.

Für Meerbusch ist es wichtig, das durch den Anschluss Böhlerstraße die stark frequentierte Marienburger Straße entlastet wird. Auf Düsseldorfer Seite entsteht gerade auf dem ehemaligen Schiess-Areal das neue Wohnquartier "Vierzig 549". Hunderte an Neubürgern werden erwartet. Darüber hinaus soll der Anschluss insgesamt für eine Verkehrsentlastung sorgen.

Quelle: RP
 
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