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Heerdt
Das Ökotop bekommt nicht mehr Lärmschutz

Heerdt. Die Bemühungen von Anwohnern und Mitgliedern des Ökotop-Vereins, die geplante drei Meter hohe Lärmschutzwand um 80 Meter Richtung Neusser Straße (Meerbusch) zu verlängern, hatten keinen Erfolg. Denn jüngst teilte die Verwaltung mit, dass lediglich die Wohnbebauung des Ökotops und die Kita Buschmäuse geschützt werden. Einen Anschluss an den vorhanden Wall entlang der Brüsseler Straße im Südwesten werde es nicht geben. Damit ignoriert die Verwaltung auch die 1000 Unterschriften, die Bürger für mehr Lärmschutz gesammelt haben.

Begründet wird die Absage damit, dass es sich bei den 80 Metern um extensiv genutzte Grünflächen handele, für die kein Rechtsanspruch auf Schallschutz bestehe. Darüber hinaus wird auf die "stadtklimatische Planungshinweiskarte" hingewiesen, die das betreffende Gebiet als Grünzug mit stadtklimatischer Bedeutung beschreibt. Lärmschutzwände oder -wälle würden den Luftaustausch behindern. Mit den Worten, "das ist Quatsch", reagierte Bezirksvertreter Markus Loh, Sprecher der Grünen-Fraktion, auf das Argument. "Wie passt es da zusammen, dass Bäume entlang der neuen Böhlerstraße abgelehnt wurden?" Nachdrücklich und immer wieder hatten sich die Grünen dafür stark gemacht, aus dem neuen Verkehrsweg durch die Pflanzung von Bäumen auf beiden Straßenseiten eine Böhlerallee zu machen - ohne Erfolg.

(hiw)
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