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Heerdt
Eine Lärmschutzanlage für die Kevelaerer Straße

Heerdt. Hauptverkehrsachsen durchziehen Heerdt, allen voran die Brüsseler Straße B 7. Seit Jahren fordert der Bürgerverein Heerdt mehr Lärmschutz für die angrenzende Bevölkerung. Doch einzig eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h wurde auf einem Teilstück der B 7 durchgesetzt. Die CDU-Fraktion der Bezirksvertretung 4 legte das Thema neu auf. Sie wollte von der Verwaltung wissen, was getan werden kann, um die Heerdter Wohngebiete vor dem zunehmenden Verkehrslärm zu schützen.

Zunächst führte die Verwaltung auf, was sie bisher zum Schutz der Heerdter unternommen hat: Neue Fahrbahnbeläge (Flüsterasphalt) für die Burgunderstraße und ein Rasenbett für die Bahntrasse. Darüber hinaus sei der Bau von Schallschutzfenstern für Wohnungen an den Hauptverkehrsachsen gefördert worden: Heerdter Landstraße, Burgunder-, Eupener- und Kevelaerer Straße. Zudem gebe es seit Jahren Lärmschutzwände entlang der A52/Brüsseler Straße. Die Reaktion der Bezirksvertreter: "Sie befinden sich in Niederkassel und nicht in Heerdt." Erleichterung herrschte darüber, dass die Kevelaerer Straße nach etwa sechs Jahren Hin und Her eine Lärmschutzanlage bekommt.

Im September hatte der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, die Wohnbevölkerung auf der östlichen Straßenseite (Siedlung Grünau) wirksam vor dem Autoverkehr zu schützen. In diesem Jahr soll das Vorhaben ausgeschrieben und umgesetzt werden. Für die Kosten muss die Stadt aufkommen. Verhandlungen über eine finanzielle Beteiligung seitens des Landesbetriebs Straßenbau NRW (er ist für diese Straße zuständig) sind gescheitert. Das Land will der Stadt für den Einbau von Schallschutzfenstern Entschädigungen zahlen. Damit ist laut Verwaltung der finanzielle Rahmen der Stadt für mehr Lärmschutz weitgehend ausgeschöpft. Bezirksverwaltungschefin Iris Bürger: "Trotzdem bleibt die Bevölkerung teils hohen gesundheitlichen Belastungen durch den Straßenverkehr ausgesetzt." Nach und nach soll die aber abgebaut werden.

(hiw)
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