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Heerdt
Erster Hochbahnsteig für die U75

Heerdt: Erster Hochbahnsteig für die U75
Die Haltestelle "Dominikus-Krankenhaus" ist nun barrierefrei. Niemand muss dort mehr über die wackeligen Stufen der U75 ein- und aussteigen. FOTO: Andreas Bretz
Heerdt. Die barrierefreie Haltestelle "Dominikus-Krankenhaus" in Düsseldorf-Heerdt ist in Betrieb. Im Oktober wird der Nikolaus-Knopp-Platz umgerüstet. Von Heide-Ines Willner

Rheinbahn-Fahrgäste können ab sofort an der Haltestelle "Dominikus-Krankenhaus" barrierefrei ein- und aussteigen. Kürzlich wurde der erste Hochbahnsteig auf der linksrheinischen Strecke der U75 offiziell von Vertretern der Rheinbahn übergeben. Bis auf die Installation der dynamischen Fahrgast-Informationen (DyFas) ist die als Seitenbahnsteig angelegte Haltestelle komplett. Auch schicke transparente Wartehäuschen sind auf beiden Seiten installiert und die Bushaltestelle gegenüber ist ebenfalls wieder in Betrieb. Volker Meering, Sachgebietsleiter Hochbahnsteige, versprach, dass bis Ende September die Straßenbaustelle um den Hochbahnsteig herum geräumt werde. Das bedeutet, die Gestaltung der gesamten Kreuzung, die im Zusammenhang mit der Bebauung rund ums Dominikus-Krankenhaus erfolgte, ist dann für alle Verkehrsteilnehmer wieder problemlos passierbar.

"Die letzte Schicht lärmoptimierten Asphalts, so genannter Flüsterasphalt, wird am 10. und 17. September aufgetragen", weiß Meering. Schon jetzt sind die neuen Markierungen der Linksabbiegespuren zum Heerdter Lohweg gekennzeichnet, eine dritte Fahrspur weist nach Oberkassel. Anwohner sehen das mit Sorge, weil sie befürchten, dass auf dem Heerter Lohweg ein Engpass entstehen könnte. Denn die Die Autofahrer können künftig zwar zweispurig von der Pariser Straße in den Heerdter Lohweg abbiegen, müssen dann aber vor der Autobahnbrücke auf einer Fahrspur zusammenrücken. Dort ist dann eine weitere Großbaustelle mit dem Anschluss des Heerdter Lohwegs an die Brüsseler Straße und weiter an die A 52 zu erwarten. Trotzdem können vor allem die Fußgänger erstmal aufatmen, denn lange Zeit war die Kreuzung für alle Verkehrsteilnehmer ein Irrgarten, weil an vielen Großbaustellenrund ums Dominikus-Krankenhaus gleichzeitig gearbeitet wurde und teils noch wird.

Ist der eine Hochbahnsteig fertig, so folgt der nächste auf dem Fuße. Meering: "Im Oktober beginnen wir mit den Arbeiten für den Hochbahnsteig auf dem Nikolaus-Knopp-Platz. Anders als an der Haltestelle Dominikus-Krankenhaus, werden wir dort aus Platzgründen einen Mittelbahnsteig (wie an der Tonhalle) anlegen." Denn für Seitenbahnsteige müssten die Gleise weit auseinandergedrückt werden, wofür der Platz im Heerdter Zentrum nicht ausreiche. Meering erklärt weiter, dass diese barrierefreie Haltestelle erstmals im fünf Meter Raster (Abstand der Streben, auf denen das Bauwerk ruht) errichtet werde. "Bei Mittelbahnsteigen sind 2,50 Meter Abstand üblich." Für die barrierefreie Haltestelle am Nikolaus Knopp-Platz müssen zunächst drei Bäume (zwei geschützte Platanen und eine Hainbuche) gefällt und fünf Parkplätze geopfert werden. Hintergrund: Die beiden vorhandenen Fahrspuren Richtung Heerdter Landstraße und Krefelder Straße sollen nach dem Willen von Stadt und linksrheinischer Politik erhalten bleiben, um den Verhrsfluss nicht zu behindern. Deshalb muss der Radweg auf den heutigen Parkplatz verlegt werden. Bei einem Ortstermin mit Bürgern wurde das Konzept von Heerdtern allerdings als fantasielos bezeichnet. Denn die beiden Fahrspuren seien nicht erforderlich, weil sie sowieso in jeweils eine münden würden, lautete das einhellige Echo. Die Ampeln müssten nur klug geschaltet werden. Die Aussicht, dass der Parkplatz dann auch neu gestaltet wird, überzeugte die Skeptiker nicht.

Quelle: RP
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