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Heerdt/Oberkassel
Große Zustimmung für neues Bad an der Pariser Straße

Heerdt/Oberkassel. Bei der Mobilen Redaktion diskutierten Bürger aus allen Stadtteilen im Linksrheinischen. Von Uwe-Jens Ruhnau und Heide-Ines Willner

Der Hallenbad-Neubau in der Nachbarschaft zur Sportanlage des CfR Links kommt bei den Bürger gut an. Das ergab am Samstag die Diskussion bei der Mobilen Redaktion der RP auf dem Nikolaus-Knopp-Platz.

"Eine Super-Idee", sagt Susanne Zimmer. "Es wird nicht nur die Ecke mit der nicht mehr genutzten Turnhalle neu belebt, es werden auch Oberkassel und Heerdt besser verbunden." Bedenken, dass die Niederkasseler nun weite Wege in Kauf nehmen müssten, lässt sie nicht gelten. "Dafür haben sie es im Sommer zum Freibad Lörick näher." Seniorenbeirätin Gisela Theuringer ergänzt: "Wir haben doch den Stadtteilbus 833. Die Streckenführung könnte man ändern oder ergänzen." Die Anreise stellt etwa für Schüler ein Problem dar, worauf Hiroshi Takagi vom Schwimm-Club für japanische Kinder hinweist. Tenor dennoch: Heerdt hat nicht die beste Infrastruktur, es ist gut, wenn sich durch das Bad und die Zuzügler etwas tut - auch beim Einzelhandel. So argumentiert auchStephan Schoeren, der mit seinen Kindern Annamilla (3) und Benjamin (5)gekommen ist. "Ich bin an der Luegallee groß geworden und vor zwei Jahren nach Heerdt gezogen. Das Bad wäre für eine große Bereicherung."

Gisela Schüttert freut sich ebenfalls. "Dann muss ich nicht mehr nach Büderich fahren, denn die rechtsrheinischen Bäder sind klein, voll und laut." Das bestätigt Thomas Badorff: "Das Bad in Bilk ist überlastet." Der Standort Pariser Straße sei ideal. Renate Köhn und Ingeborg Reimer vom Oberkasseler Seniorensportverein: "Wir haben 30 Abmeldungen wegen der Bedingungen in den Ausweichbädern."

Clemes Sökefeld, Chef des Bürgervereins, freut sich, "dass Heerdt etwas Öffentliches bekommt". Er ist überzeugt, dass der Standort auch für das Dominikus-Krankenhaus von Vorteil ist. "Ein Sport- und Gesundheitszentrum wäre ein Gewinn für alle." Den Gedanken greift Rollstuhlfahrer Rainer Hülskemper auf. "Wenn neu gebaut wird, sollten breitere Türen, größere Umkleidekabinen, Duschrollstühle oder Lifter eingeplant werden."

Bernd Busch sorgt sich um die Parkplätze unter der Autobahnbrücke. "Sie werden uns von den Badegästen streitig gemacht", fürchtet er. Michael Meyer vom Löricker Bürgerverein hält dagegen und ist überzeugt, dass es mehr Parkraum geben werde. "Gegenüber könnten weitere Flächen am Simon-Gatzweiler-Platz fürs Parken freigegeben werden."

Christian Bauer und Klaus Wynants vom Vorstand des CfR Links sind noch skeptisch. Ihnen wurde zwar ein Jugendspielfeld zugesichert, aber sie rätseln noch, ob der Platz dafür tatsächlich ausreicht.

Die Parteien der Bezirksvertretung sprechen von der Gunst der Stunde. "Es sollte schneller gehen", sagt Karin Braun (FDP). Schon jetzt könnte die Stadt mit der Vermarktung des Grundstücks Lütticher Straße beginnen. Unterstützung kommt von Bezirksbürgermeister Rolf Tups (CDU) und Axel Warden (SPD). "Wir setzen uns dafür ein, dass noch dieses Jahr Ausschreibung und Detailplanung starten.

Quelle: RP
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