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Heerdt
Heerdter Karnevalsverein formiert sich

Heerdt. Die erste Jahreshauptversammlung der Karnevalisten ging im Brauhaus am Nikolaus-Knopp-Platz über die Bühne. Ein siebenköpfiger Vorstand wurde gewählt. Präsident ist Lothar Gläser, Elferratspräsident Thomas Schmied. Von Heide-Ines Willner

Wenn auch die Schützen derzeit den Ton angeben, so sind nicht etwa alle Karnevalisten abgetaucht. Für Lothar Gläser und Thomas Schmied zum Beispiel, die im vergangenen Jahr den Anstoß zur Gründung des Heerdter Karnevalsvereins HKV gaben, war es an der Zeit, zur ersten ordentlichen Hauptversammlung zu laden. 29 Personen, darunter auch der Heerdter Schützenchef Heinz-Dieter Werner, nahmen daran teil und feierten den offiziellen Einstieg des jungen Vereins ins linksrheinische Karnevalsgeschehen. "19 Teilnehmer haben wir gleich als Mitglieder aufnehmen können", so Gläser. "Jetzt haben wir auf jeden Fall eine Basis von 25 Mitgliedern, die uns unterstützen, das karnevalistische Brachland Heerdt mit Leben zu füllen, Spaß und gute Laune zu verbreiten."

Eine der wichtigsten Punkte war die Wahl des Vorstands. Zwei Frauen und fünf Männer erklärten sich bereit, die Vereinsarbeit zu übernehmen. Klar, dass das als "Lothar und Schmiedy" bekannte Duo an die Spitze gewählt wurde - Lothar als Präsident, Schmiedy als Elferratspräsident. Welche Aufgaben Letzterer hat, bringt Gläser scherzhaft auf den Punkt: "Er ist Mädchen für alles". Was hat der Verein denn nun vor? "Wir sind noch nicht im Vereinsregister eingetragen", sagt Gläser, "weil wir erstmal abwarten wollen, was auf uns zukommt." Eine Satzung gebe es aber, so dass die Aussicht, ein eingetragener Verein zu werden, gut sei. "Der Eintrag wird irgendwann kommen." Vordergründig gelte es, Strukturen zu schaffen.

"Wachsen" ist das Zauberwort, denn noch will sich der HKV alle Türen offen halten. "Wir haben auch kein bestimmtes Vereinslokal im Blick, sondern wollen uns überall vorstellen und für ganz Heerdt da sein." Eng begrenzt ist der Einzugsbereich aber nicht, denn auch beim Straßenkarneval der Tonnengarde will der Verein mitmischen. Gläser: "Vielleicht als Fußtruppe im Festzug." Auch der Kontakt zu den Puppekööp und dem Kappenabend der KAB könnte vertieft werden. Ziel ist auch, sich beim "Hoppeditz-Erwachen" auf der rechtsrheinischen Seite sehen zu lassen. Auffallen werden die Mitglieder auf jeden Fall durch ihre klassisch-dezente Uniform: Hose, Schuhe, Hosenträger, Fliege und Melone in Schwarz, Hemd und Socken in Weiß. Analog dazu das Outfit der Frauen mit schwarzen Röcken und weißen Blusen. Die Krönung sind schwarze Pappnasen, die allerdings nicht windfest seien, wie Gläser weiß. Und einen Orden gibt es ebenfalls. Er ist nicht aus Gold oder Silber, sondern einfach aus Stein, in den das Vereinslogo gemeißelt ist. Ohne Hilfe ist es allerdings nicht zu entschlüsseln. Denn für das "H" ist ein Hund abgebildet und für das "K" eine Katze. Soweit so gut, dass aber für das "V" ein Pfau geradestehen muss, erschließt sich nicht auf Anhieb. Gläser: "Es ist Karneval, da geht es nicht so ernst zu." Und weil das so ist, gibt es zwar Prinzessinnen, aber keinen Prinzen, sondern einen "Venetius Peter." Frank Grütter trägt als erster diesen Titel. "Peter", weil Grütter in einer Veröffentlichung irrtümlich diesen Vornamen verpasst bekam.

Die schlichte Uniform soll es auch leichter machen, sich dem Verein anzuschließen. "Eine schwarze Hose oder einen Rock, ein weißes Hemd oder eine Bluse hat doch jeder", sagt Gläser. Und jeder sei willkommen - je bunter, desto besser.

Quelle: RP
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