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Heerdt
Hochbahnsteig in Heerdt bleibt bis 2018 eine Stolperfalle

Heerdt. Die Beschwerden über die Stolperfalle des neuen Hochbahnsteigs an der Haltestelle "Dominikus-Krankenhaus" wurden von der Rheinbahn zwar gehört, aber ändern wird sich daran vorerst nichts. Wie von den Betroffnen gewünscht, werden die alten Bahnen des Typs GT 8 SU, die nur 2,47 Meter breit sind und für eine 21 Zentimeter breite Lücke zwischen Bahnsteigkante und Bahn sorgen, nicht komplett durch das 2,65 breite Nachfolgemuster B 80 ersetzt. Nach Aussage von Rheinbahnsprecher Georg Schumacher gebe es nicht viel Hoffnung, es anders zu machen, ohne an anderer Stelle Löcher aufzureißen. Auch eine Stahlplatte als Lückenschließer zu installieren, sei keine Lösung. "Wir können die Betroffenen nur auf 2018 vertrösten, wenn die neue Bahnengeneration (HF 6) ihren Betrieb aufnehmen wird", bedauert Schumacher. Im nächsten Jahr komme die erste Bahn und werde zunächst getestet. Danach gehe es los. Schumacher betonte, dass der Hochbahnsteig eben für den neuen Bahntyp gebaut worden sei und dass schon heute alle Fahrgäste, die einen Schritt über die Lücke machen können, etwas davon haben.

Mitte September war der neue Hochbahnsteig für den Verkehr freigegeben worden. Die Freude war groß, vor allem bei den Bewohnern der sozialen Einrichtungen (RKM 740) an der Pariser Straße, in der etwa 70 teils bewegungseingeschränkte oder schwerkranke Menschen leben. Doch dann mussten sie feststellen, dass sie ohne Hilfe mit ihren Rollstühlen und Rollatoren nicht in die Uralt-Bahnen einsteigen können. Regina Fernandez zum Beispiel wäre mit ihrem Rollstuhl trotz Begleitung beinahe umgekippt, weil sich die kleinen Vorderräder im Spalt verfangen hatten. "Niemand kann sich beim Ein- und Ausstieg sicher fühlen", stellt sie fest. Denn jeder könne mit dem Fuß hängenbleiben. Unterstützt von der Politik wurde die Rheinbahn aufgefordert, sofort die breiteren Bahnen (B 80) gegen die Uralt-Bahnen zu tauschen und nicht bis 2018 zu warten - vergeblich.

(hiw)
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