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Heerdt
"Lotsenpunkt" in Heerdt will bekannter werden

Heerdt. Im Mai eröffneten der Vorsitzende des "Sozialdienstes Katholischer Frauen und Männer" (SKFM), Heinz-Werner Schnittker, und Dechant Michael Dederichs den vierten Düsseldorfer "Lotsenpunkt" in der Bunkerkirche. Bislang wurde er aber nicht so recht angenommen. Deshalb fragen sich die Verantwortlichen: "Wie ermutigen wir gerade die vielen Familien mit Migrationshintergrund, die im Bereich der Bunkerkirche wohnen, das Angebot anzunehmen? Oder auch die, die in Not geraten sind, allein leben, alt oder krank sind und mit dem Alltag nicht zurechtkommen?"

Eine Antwort hat Christiane Schwarz nicht, die neben der Sozialberatung beim SKFM die fünf Lotsenpunkte in der Stadt koordiniert. "Entweder wissen die Leute nicht, dass es uns gibt oder allen geht es gut, was zwar wünschenswert, aber kaum glaubhaft ist." Bis jetzt haben hauptsächlich Menschen mit wirtschaftlichen Problemen Hilfe bei den ehrenamtlichen Lotsen Heinz Hings, Elfriede Scholze und Hans von Richter gesucht. "Sie informieren zum Beispiel aber auch Rentner, die nur eine Grundsicherung haben über Zuschüsse, füllen Formulare aus und sind Ansprechpartner für alle Sorgen", so Christiane Schwarz. Das mangelnde Interesse sei vielleicht auch darauf zurückzuführen, dass es Schwellenängste gebe, zur Beratung in eine Kirche zu gehen.

Deshalb wären alle froh, wenn der Lotsenpunkt demnächst ein neues Standbein im künftigen "Stadtteiltreff" bekommen könnte. Er soll im Neubau neben der Bunkerkirche aufgebaut werden, in Kooperation mit der koptischen Kirche. Bis eine andere Möglichkeit gefunden ist, bieten die Ehrenamtlichen jeweils donnerstags von 10 bis 13 Uhr in der Bunkerkirche, Pastor-Klinkhammer-Platz 1, ihre Hilfe an.

(hiw)
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