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Heerdt
Mehr als 140 Wohnungen im "West Park"

Heerdt: Mehr als 140 Wohnungen im "West Park"
Bis Herbst 2016 sollen 141 Wohnungen auf einer Fläche von 10 300 Quadratmetern im Wohn- und Geschäftsgebäude "West Park" entstehen. FOTO: PDI/ GWI
Heerdt. Die Düsseldorfer Projektentwickler PDI und die Bauunternehmung GWI haben von der Stadt die Baugenehmigung für Wohnungen und eine Kindertagesstätte erhalten. Die Arbeiten beginnen im Sommer, Fertigstellung ist im Herbst 2016. Von Heide-Ines Willner

Nach langen Vorbereitungen ist es endlich soweit, kann auf dem 11 500 Quadratmeter großen Grundstück an der Malmedyer Straße ein neues Wohnquartier entstehen. Der Düsseldorfer Projektentwickler "PDI Property Development Investor GmbH" und die "GWI Bauunternehmung" haben die Baugenehmigung für das Wohn- und Geschäftsgebäude "West Park" erhalten.

Geplant ist ein Mietwohnungsbauprojekt mit insgesamt 141 Wohnungen auf einer Wohnfläche von etwa 10 300 Quadratmetern. 40 Prozent der Einheiten werden gefördert. "Die weiteren 60 Prozent der Wohnungen entstehen im sogenannten mietpreisgedämpften Wohnungsbau, wobei die Kaltmiete von 8,50 Euro pro Quadratmeter nicht überschritten wird", sagt Geschäftsführer Mathias Düsterdick. Grundrisse und Ausstattungen seien eng mit dem Düsseldorfer Wohnungsamt abgestimmt worden. Zudem werde im West-Park" eine Kindertagesstätte für drei Gruppen auf etwa 600 Quadratmetern realisiert. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen, und geht alles nach Plan, so werden sie im Herbst 2016 beendet sein.

Die linksrheinischen Bezirksvertreter akzeptierten das Vorhaben mehrheitlich. Astrid Wiesendorf von den Grünen hatte dagegen gestimmt, weil sie die oberirdisch angelegten Stellplätze als Parkplatzwüste" empfindet. "Das ist nicht zeitgemäß", argumentierte sie. "Immer mehr Menschen steigen aufs Fahrrad um, außerdem sei das Viertel gut an den ÖPNV angebunden. Für Überraschung hatte der Wunsch der Grünen gesorgt, das Grundstück nicht nur mit preiswerten Wohnungen zu bebauen, sondern auch welche mit einer höheren Qualität.

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"Ein Mix würde für gemischte soziale Verhältnisse sorgen", sind die Grünen überzeugt. Doch gerade um kostengünstige Wohnungen ging es den anderen Parteien. "Wir wollten das so haben. Die Bebauung entspricht unserem Wunsch", so das einhellige Echo.

"Wirtschaftlich möglich ist ein solches Projekt nur, weil nicht unterirdisch gebaut, es weder Tiefgarage noch Mietkeller geben wird", klärt Düsterdick auf. So werden die Parkplätze ebenso oberirdisch angelegt wie Technikräume und Abstellflächen für die Mieter, und zwar jeweils auf jeder Etage der Wohnungen. Michael Pfaff vom Bauaufsichtsamt ergänzte: "Beim Bau einer Tiefgarage wären die Baukosten gestiegen, das günstige Preisniveau hätte nicht gehalten werden können." Außerdem hätten viele Bäume gefällt werden müssen.

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Mit dem Bau des West-Parks geht eine lange Geschichte zu Ende. Nachdem vor vielen Jahren Verhandlungen mit einem Investor gescheitert waren, herrschte Stillstand an der Grenze zu Neuss. Marode Wohnhäuser, in denen zuletzt Asylbewerber gewohnt hatten, standen seit 2006 leer. Nur die Jugendfreizeitstätte "West-End" harrte dort noch aus. Denn seit 1991 war vergeblich um einen Neubau für die Kinder und Jugendlichen gerungen worden. Erst der Verkauf des städtischen Grundstücks Malmedyer Straße an PDI und GWI (vorausgegangen war ein Investorenwettbewerb) zwang die Verwaltung schließlich, konkret zu werden. Plötzlich ging alles sehr schnell, wurde der längst fällige Neubau fürs "West-End" neben der Heinrich-Heine-Schule beschlossen. In etwa zwei Jahren soll er fertig sein. Derweil haben die Kinder und Jugendlichen Unterschlupf im Spielhaus des Freizeitparks gefunden - bis sie den lange erwarteten Neubau beziehen können.

Quelle: RP
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