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Heerdt
Neubau für Kita an der Bunkerkirche

Heerdt: Neubau für Kita an der Bunkerkirche
Das Gebäude der neuen Kita von der Kevelaerer Straße aus gesehen. Es wird direkt an die Bunkerkirche (rechts) angebaut. FOTO: IDR AG
Heerdt. Heute beraten die linksrheinischen Bezirksvertreter über den Bauantrag für eine provisorische Ersatz-Kita im Freizeitpark. Von Heide-Ines Willner

Die Vorbereitungen für den Neubau der Kita "Thomas Morus" an der Kevelaerer Straße starten. Jetzt geht es darum, Ersatz für die Kinder während der Bauphase zu schaffen. Die linksrheinischen Bezirksvertreter beraten heute ab 15 Uhr über einen Bauantrag zur Errichtung eines Provisoriums in Systembauweise auf dem Gelände des Heerdter Freizeitparks. In dem einstöckigen Gebäude sollen zwei Kita-Gruppen unterkommen, der Bereich wird umzäunt.

Es ist zu erwarten, dass die Bezirksvertreter dem zustimmen werden, denn 2013 hatten sie bereits den Neubau der katholischen Kindertagesstätte einstimmig genehmigt. Allerdings geht es aktuell um Befreiungen vom gültigen Baurecht und die Frage, ob durch den Betrieb der Kita das Angebot des Freizeitparks weiter eingeschränkt wird. Damals konnte die Verwaltung keine Antwort darauf geben, weil noch kein Bauantrag vorlag.

Befreiungen vom gültigen Baurecht deshalb, weil das für die provisorische Einrichtung vorgesehene Grundstück als öffentliche Grünfläche festgesetzt ist. Laut Verwaltung bestehen aber keine Bedenken für die Nutzungsänderung, weil es sich um eine vorübergehende Einrichtung handelt und die Kita öffentlichen Zwecken dient. Bezirksbürgermeister Rolf Tups: "Als Übergangslösung ist gegen den Bau der Ersatz-Kita nichts einzuwenden."

Bauherr ist die Stadttochter IDR (Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG), die ein Erbbaurecht auf einem Teil des zur katholischen Kirche gehörenden Grundstücks erwirbt. "Die IDR errichtet dort dann auf eigene Rechnung die Kita, die mit einem langfristigen Mietvertrag an die katholische Kirche vermietet und auch von ihr betrieben wird", sagt Ekkehard Vinçon, Technischer Leiter der IDR. Auch den Abbruch der Bestands-Kita übernehme die Stadttochter.

Soweit ist alles in trockenen Tüchern, doch sind noch verschiedene Verwaltungswege abzuarbeiten. Zum Beispiel: Die Sachlage zwischen dem Grundstück der Kita und dem Grundstück, das die koptische Kirche für den Anbau ihres Saales an die Bunkerkirche bekommt, muss noch geklärt werden. "Ein Vermessungsingenieur war schon da und hat beide Grundstücke begutachtet", sagt Pastor Michael Dederichs. "Ich gehe davon aus, dass das Ergebnis bald vorliegen wird." Danach können die Verträge unterzeichnet werden und der Neubau beginnen. Er sei sehr optimistisch, dass alles zeitnah erfolgen wird.

Geplant ist ein dreigeschossiger Neubau für eine dreigruppige Kindertagesstätte mit Mehrzweck- und Beratungsraum. Die Verbindung zwischen Kita und Kirche wird mittels eines zweigeschossigen Zwischenraumes erstellt, der als Eingangs- und Treppenraum dienen soll. Die Erschließung erfolgt über großzügige Spielflure. Originell sind die Pläne für den Außenspielbereich, der das Thema "Die vier Flüsse des Paradieses" bekommt. Der Garten Eden und ein Obstbaum werden von vier Flüssen (Wege aus wassergebundener Decke) umgeben, die jeweils zu einem besonderen Ereignispunkt leiten.

Quelle: RP
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