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Heerdt/Büderich
Neue Wohnquartiere an Böhlerstraße

Heerdt/Büderich. An der Grenze zwischen Meerbusch und Düsseldorf entsteht ein Wohngebiet mit 116 Einfamilienhäusern auf knapp 40.000 Quadratmetern. In der Nachbarschaft plant Düsseldorf ebenfalls ein neues Quartier mit 1000 Wohnungen. Von Anke Kronemeyer und Heide-Ines Willner

Friseurmeister Hakan Yasaroglu sucht schon lange nach einer neuen Wohnung. Die alte in Lörick wurde auf Dauer zu klein für seine fünfköpfige Familie. Kürzlich konnte sie ihr neues Zuhause - zumindest die Grundmauern von Haus Nummer acht an der Grenze zu Heerdt - in Augenschein nehmen. Denn die türkischstämmige Familie, die seit 30 Jahren in Düsseldorf lebt, zieht im nächsten Jahr in das neue Wohngebiet "Unter der Alten Mühle", das auf dem Böhlergelände zurzeit entwickelt wird.

Kürzlich feierte der Ratinger Investor Wilma mit Vertretern der Nachbarstadt Meerbusch und den künftigen Käufern die Grundsteinlegung. "Die Stadt setzt große Hoffnungen in dieses Gebiet", sagte Meerbuschs Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage. Auf diesem Gelände passiere ein positiver Strukturwandel, entstehe attraktiver Wohnraum in einer guten Lage. "Sie haben eine gute Wahl getroffen, nach Meerbusch zu ziehen", beglückwünschte sie die Familie Yasaroglu.

116 Einfamilienhäuser werden in den nächsten Monaten auf knapp 40.000 Quadratmetern zwischen Düsseldorfer- und Böhlerstraße auf dem ehemaligen Gelände der Erweiterungsfläche der Böhlerwerke gebaut. Ende 2018 sollen alle Häuser fertig sein. Insgesamt ziehen in den nächsten drei Jahren rund 450 Neubürger auf das Areal in Meerbusch, vor allem junge Familien aus Düsseldorf.

In Nachbarschaft zum neuen Wohngebiet auf Meerbuscher Seite plant die Stadt Düsseldorf ebenfalls ein neues Wohnquartier. Auf den ehemaligen Industrieflächen des Schiess-Konzerns sollen 1000 Miet- und Eigentumswohnungen sowie eine Kindertagesstätte entstehen. Vorgesehen sind unterschiedliche Wohnformen, aufgeteilt in 20 drei- bis sechsgeschossige Gebäudekomplexe. Grundlage ist der im Rahmen des Gutachterverfahrens gekürte Siegerentwurf des Hamburger Architektenbüros "NPS - Tschoban Voss".

Die Erschließung soll auch über die Böhlerstraße laufen. Um den befürchteten Verkehrsinfarkt abzuwenden, sind beide Gemeinden bestrebt, den Anschluss der Böhlerstraße an die A 52 schnellstens zu realisieren. Bezirksbürgermeister Rolf Tups erklärt dazu: "In der vergangenen Woche hat der Düsseldorfer Stadtrat den Anschluss beschlossen." Jetzt sei von politischer Seite alles auf den Weg gebracht worden.

Quelle: RP
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