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Heerdt
Später Start für Projekt West Park

Heerdt. Nach fünfeinhalb Jahren Planung haben nun die Bauarbeiten begonnen.

Fünfeinhalb Jahre hat es von der Planung bis zum Baubeginn gedauert. Nun haben die Arbeiten zwischen Gladbacher- und Malmedyer Straße endlich begonnen. Auf dem 11.500 Quadratmeter großen Grundstück nahe des Handweisers und gleich an der Stadtgrenze zu Neuss errichten Projektentwickler PDI (Property Development Investors) und der Bauunternehmer GWI den "West Park" mit 141 Wohnungen und einer Kindertagesstätte. 40 Prozent der Wohnungen werden vom Land gefördert, die übrigen entstehen im "mietpreisgedämpften" Mietwohnungsbau, bei dem eine Kaltmiete von 8,50 Euro pro Quadratmeter nicht überschritten wird.

Axel Wahl von der GWI nutzte die Feierstunde zur Kritik: "Fünfeinhalb Jahre sind in dieser Zeit, in der günstige Mietwohnungen Mangelware sind, viel zu lang." Es sei fast nicht zu schaffen gewesen, das städtische Handlungskonzept Wohnen und die Förderung durch das Land unter einen Hut zu bekommen. Dazu kämen langsame Entscheidungsgremien und unklare Zuständigkeiten. Gestern durften er und Jo Heinen von der RKW Architektur + Städtebau, PDI-Geschäftsführer Matthias Düsterdick und Bürgermeister Friedrich Conzen (CDU) allerdings feiern, als sie bei der Grundsteinlegung einen kupfernen Behälter mit der Bauurkunde und den Grundstein einmauerten.

In den vergangenen Wochen hatten Arbeiter mit schwerem Gerät bereits eifrig gebuddelt. Dabei handelte es sich aber keineswegs um den Aushub für Keller und Tiefgaragen, wie Anwohner bereits spekulierten, denn wirtschaftlich ist das Projekt nur, weil darauf verzichtet wird. Stattdessen suchten die Männer nach Bomben aus dem Weltkrieg. Schon in einem Jahr sollen die ersten Mieter einziehen. Das Investitionsvolumen liegt bei etwa 30 Millionen Euro. Erworben hatte die Stadt das Grundstück nach einem Investorenwettbewerb.

(jan)
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