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Heerdt
Zwei Millionen Euro für eine bessere Wiesenstraße

Heerdt. Der Zustand der Wiesenstraße erinnert an einigen Stellen an die Autobahnen der ehemaligen DDR kurz nach der Wende. Die Stadt wendet deshalb Jahr für Jahr reichlich Geld auf, um zumindest die Verkehrssicherheit zu erhalten. Nun haben Bezirks- und Verkehrspolitiker eine dauerhafte Lösung auf den Weg gebracht, die aber frühestens in einigen Jahren umgesetzt wird. Für diesen Neubau der Oberfläche werden Kosten von mindestens 2,1 Millionen Euro erwartet.

Ausgangspunkt für die Sanierungen sind Kanalarbeiten. Der Stadtentwässerungsbetrieb plant, 2018 einen Teil der unterirdischen Röhren zu erneuern, anschließend muss die Fahrbahn ohnehin frisch gemacht werden. Diese Situation nutzen die Planer, um den kompletten Abschnitt von der Heerdter Landstraße bis zur Neusser Stadtgrenze anzugehen - einschließlich Parkplätzen, Gehwegen und 40 Bäumen. Für diese gesamten Arbeiten rechnet das Amt für Verkehrsmanagement mit einer Bauzeit von zwei Jahren.

Die Wiesenstraße hat eine Breite von knapp 15 Metern. Die Fahrbahn nimmt gut 6,50 Meter davon in Anspruch, Parkstreifen und die Gehwege jeweils um die zwei Meter auf jeder Seite. Die Bushaltestelle "Koppersstraße" der Linie 833 wird im Zuge dessen barrierefrei umgebaut. Ein Radweg erscheint laut politischem Beschluss nicht sinnvoll. Rund um die Wiesenstraße befindet sich ein Gewerbegebiet, das mit Autos und Lastern, aber kaum mit Fahrrädern angefahren werden.

Zu den offenen Fragen des Projekts zählt die nach dem Umgang mit den Eisenbahnanlagen. Derzeit gibt es im Verlauf der Wiesenstraße vier Stellen, an den Schienen kreuzen, die aber nicht mehr genutzt werden. Ziel ist, diese während des Umbaus mitbeseitigen zu können.

(hdf)
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